Einreichungen zum Sustainability-Award 2012

Es wurden 77 Projekte eingereicht.

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ID Hochschule/Institut Handlungsfelder Projektbeschreibung
196 - Institut für Sozialmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Medizinische Universität Graz

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  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Determinanten der Herzgesundheit in der österreichischen Erwachsenenbevölkerung

Gesundheit generell und somit auch kardio-vaskuläre Gesundheit ist von vielen Faktoren wie Lebensumstände und Umgebung eines Individuums abhängig (Gesundheitsdeterminanten). Diese inkludieren Großteils modifizierbare Faktoren wie Gesundheitsverhalten, psychische und soziale Faktoren und sozio-demographische und sozio-ökonomische Faktoren. Die komplexen Interaktikon zwischen sozio-ökonomischen und sozio-demographischen Faktoren wie Alter, Geschlecht und sozio-ökonomischer Status, externen Gesundheitsressourcen wie soziale Integration und emotionale Unterstützung und internen Gesundheitsressourcen wie “Health locus of control”, Kohärenzsinn und persönlichen Wertvorstellungen mit herzschädigenden Verhalten ist noch nicht ausreichend geklärt. Das Ergebnis des Projektes kann als Basis eines umfassenderen Indikatorensets fungieren, um Determinanten von Herz- Kreislauferkrankungen und von herzrelevanten Gesundheitsverhalten und Risikofaktoren zu erheben.
Die Ziele des vorgeschlagenen Projektes beinhalten
(1) die Erstellung eines Indikatorensets, um kardio-vaskuläre Determinanten operationalisieren zu können
(2) die Schaffung eines Datensatzes mit Gesundheitsdeterminanten auf verschiedenen Ebenen, mit welchem die Epidemiologie dieser Determinanten erhoben, der Einfluss der Determinanten auf verschiedenen Ebenen auf das Gesundheitsverhalten und den Gesundheitszustand analysiert, und die gegenseitige Beeinflussung der Gesundheitsdeterminanten evaluiert werden kann.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Gesundheitsdeterminanten, die nicht oder nur unzureichend in existierenden Datensätzen vertreten sind.
Das Projekt besteht aus drei Workpackages:
(1) Entwicklung eines Fragebogens mit Determinanten auf Gesundheitsverhalten und kardio- vaskuläre Risikofaktoren;
(2) Durchführung einer österreichweiten Querschnitterhebung mittels Computer assistierter Telefoninterviews (CATI) mit einem strukturierten Fragebogen. Die Zielstichprobe umfasst 2.000 Personen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren
(3) Datenanalyse und Publikationen.

Dauer des vorgeschlagenen Projektes: 2 Jahre
Beantragte Gesamtsumme (excl. Eigenleistung der Universitäten): € 166.415,--
121Akademie der bildenden Künste - Netzwerk für Frauenförderung

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  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Ziel von „Gender Equality NOW!“ ist es, den Gleichstellungs-Maßnahmenkatalog, wie er an der Akademie der bildenen Künste Wien so erfolgreich entwickelt und implementiert wurde, sowie die gleichstellungssensible „Institutionskultur“ möglichst öffentlichkeitswirksam nach außen zu kommunizieren, um die Akademie als best practice Beispiel für andere Universitäten zu etablieren. In Austauschtreffen mit AfG und ähnlichen Institutionen wie dem Netzwerk für Frauenförderung an anderen Universitäten soll das an der Akademie entwickelte Maßnahmenpaket als „tool box gender equality“ präsentiert werden. In der intensiven Diskussion mit den Verantwortlichen für die Umsetzung des Frauenförderplans an anderen Universitäten sollen die an der Akademie erfahrenen Veränderungen imitierbar gemacht werden.
Schließlich ist es erklärtes Ziel von „Gender Equality NOW!“ durch die Weitergabe von praxiserprobten, erfolgreich implementierten Maßnahmen, Strategien usw. dazu beizutragen, die vorbildliche Gleichstellung von Frauen, wie sie an der Akademie gelebt wird, an allen Universitäten in Österreich umzusetzen.
129Alpen-Adria-Universität Klagenfurt - Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung Alpen-Adria Universität Klagenfurt Sterneckstraße 15 9020 Klagenfurt

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  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
IMST ist ein flexibles Unterstützungssystem, finanziert vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK). Ziel ist es, eine nachhaltige Innovationskultur zur Stärkung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts und der Lesefähigkeiten (MINDT-Fächer) an österreichischen Schulen zu etablieren und strukturell zu verankern. Die Förderstruktur von IMST ist in ein Netzwerkprogramm und Themenprogramme
gegliedert.
Die in allen Bundesländern Österreichs eingerichteten Regionalen Netzwerke, unterstützt durch die Koordinationsstelle am Institut für Unterricht- und Schulentwicklung der Alpen-Adria Universität, stärken im Rahmen ihrer Aktivitäten Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und inhaltliche sowie strukturelle Weiterentwicklung im Bildungsbereich. Im Vordergrund stehen einerseits die Steigerung der Attraktivität und Qualität des MINDT-Unterrichts durch Einbindung von Aktionsforschung und Forschendem Lernen, sowie profunder Evaluation andererseits findet durch die Netzwerkarbeit eine Weiterentwicklung der Professionalität des Lehrberufs statt und als besonderer Pluspunkt wird die Einbindung möglichst vieler Schulen in allen Schultypen gesehen. Die Regionalen Netzwerke spannen ihren Bogen über alle Bildungsinstitutionen, vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II und vernetzen diese mit den Pädagogischen Hochschulen, Universitäten, relevanten Fachumwelten und den Nationalen und Regionalen Kompetenzzentren für Fachdidaktik. Durch ihre lokale Nähe fördern die Regionalen Netzwerke konkrete innovative Projekte für Schul- und Unterrichtsentwicklung, qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung für Lehrende sowie praxisrelevante fachdidaktische Beratung und Forschung. Zentrale Prinzipien der Regionalen Netzwerke sind die Förderung von Chancengerechtigkeit unter Berücksichtigung von Genderaspekten und die Implementierung von Evaluation auf allen Ebenen. Durch dieses über Schulen, Universitäten und Schulbehörden gespannte Netz wird das österreichische Schulsystem nachhaltig gefördert und unterstützt qualitätsvollen Unterricht und damit hervorragende Berufschancen für junge Menschen.

135Alpen-Adria-Universität Klagenfurt - Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung Sterneckstraße 15 9020 Klagenfurt

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  • Forschung
  • Lehre und Curricula
Im Zuge der Autonomisierung der Schulen und der damit verbundenen Verantwortungsübernahme für einen qualitätsvollen Unterricht wird die Frage der Unterrichtsqualität zunehmend wichtiger. LehrerInnen sind gefordert neue pädagogisch-didaktische Erkenntnisse zu integrieren, die Wirkung des Unterrichts auf SchülerInnen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zu hinterfragen. LehrerInnen sind mit neuen Herausforderungen konfrontiert, für die sie Kompetenzen erst entwickeln müssen.

Durch die Einführung der Universitätslehrgänge „Pädagogik für Fachdidaktik von LehrerInnen“ wird dieser Kompetenzanspruch nachhaltig aufgebaut. Ebenso vermittelt wird die Fähigkeit das erworbene Wissen in der Fachgruppe weiterzugeben, entsprechende Reflexions- und Kommunikationsprozesse über fachbezogene und fachdidaktische Inhalte zu gestalten und FachkollegInnen bei der Entwicklung von kompetenzorientiertem Unterricht zu unterstützen und zu begleiten.

Obwohl jeder Lehrgang seine eigene Individualität in der Ausrichtung hat, verfolgen doch alle eine gemeinsame Leitidee.

- Weiterqualifikation von Lehrkräften in den Bereichen Fachdidaktik und Pädagogik
- Unterstützung von Lehrkräften, die ihren eigenen Unterricht analysieren, reflektieren und weiterentwickeln wollen sowie schulische Innovationen durchführen und im Bereich fachbezogener Schulentwicklung tätig sein wollen.
- Unterstützung und Begleitung von FachkollegInnen bei der Entwicklung ihres Unterrichts
- Vernetzung von Lehrer/inne/n, die in schulische Projekte involviert sind.
- Praxiskontakte für die beteiligten Wissenschaften Fachdidaktik und Pädagogik

Die Lehrgänge leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung des österreichischen Bildungssystems. Seit der Gründung des Programms der Universitätslehrgänge im Jahr 1982 haben 833 LehrerInnen (aus Österreich, teilweise auch aus Nachbarländern) an einem der Lehrgänge teilgenommen. Dieses dynamische Projekt, welches 30 Jahre intensiv weiterentwickelt wurde, konnte das Lehrgangsangebot für die Phase 2012-2014 für die Lehrgänge PFL Grundschule , PFL Mathematik, PFL Englisch, PFL Deutsch, PFL Nawi verdoppeln. Der Abschluss eines Lehrgangs ist die Basis für den Masterlehrgang ProFiL – „Professionalität im Lehrberuf“.
143Alpen-Adria-Universität Klagenfurt - Institut für Interventionsforschung und Kulturelle Nachhaltigkeit (IKN) und Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) (der Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung)

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  • Forschung
  • Lehre und Curricula
  • Strukturelle Verankerung
Seit 6 Jahren befindet sich die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) auf dem Weg in Richtung „Nachhaltige Universität“. Während dieser Zeit wurden viele verschiedene Initiativen und Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, mit dem Ziel Nachhaltige Entwicklung (NhE) an der AAU zu verankern. Die Entwicklungspläne der AAU sahen vor, dass diese Thematik ab 2006 als zentraler Leistungsbereich „vor allem unter sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive“ behandelt werden sollte. 2010 wurde eine Studie zum Ist-Stand der NhE an der AAU durchgeführt, die Profilierungschancen mittels NhE in Forschung, Lehre und Verwaltung aufzeigte. Neben einer Vielzahl an Meilensteinen, die bereits erreich wurden, stellt die Konzeption und Umsetzung eines überfakultären Wahlfachmoduls „Nachhaltige Entwicklung“ einen weiteren konkreten Schritt in diese Richtung dar. Die Ausgestaltung dieses Wahlfachmoduls besticht durch eine innovative Struktur (über zwei Semester gehend) und handlungsorientierte Lehr- und Lernmethoden (forschendes Lernen, problembased learning, Einbezug von Praxispartnern). Das Kernteam, bestehend aus Lehrenden aller Fakultäten, möchte den Studierenden die Idee NhE aus Sicht der unterschiedlichen Disziplinen nahebringen und die diesbezüglich erforderlichen Theorien, Kompetenzen und Methoden zu vermitteln, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden und zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Der erste Durchlauf ist im Wintersemester 2012/13 geplant. Interdisziplinarität wird hier als der Schlüssel zu einer nachhaltigen Lehre und Forschung verstanden. Jedoch ist es immer noch schwierig, fakultäre Grenzen zu überschreiten und einen partizipativen Gestaltungsprozess voranzutreiben. Der Nachhaltigkeitsbegriff wird sehr kontroversiell diskutiert. Einerseits wird NhE als Motor für innovatives Denken und Handeln angesehen, anderen ist der Begriff im wissenschaftlich akademischen Kontext zu offen und vage. Diese unterschiedlichen Auffassungen beinhalten einerseits die Chance einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem Thema, andererseits liegt ihnen ein gemeinsames Fundament zugrunde – das Ziel der antizipativen Zukunftsgestaltung.
150Alpen-Adria-Universität Klagenfurt - Lehrgang "Management of Protected Areas" am Institut für Volkswirtschaftslehre

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  • Lehre und Curricula
Masterstudium Management of Protected Areas
Ob Yellowstone oder Hohe Tauern, Los Tuxtlas oder Wienerwald, Lüneburger Heide oder Steirische Eisenwurzen: Schutzgebiete wie Nationalparks, Biosphärenparks oder Naturparks stellen Modellregionen für nachhaltige Entwicklung dar. Ihr Management ist eine anspruchsvolle Aufgabe.
Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat 2005 ein europaweit einzigartiges Master-Studium für das Management von Schutzgebieten eingerichtet. Die Universität arbeitet eng mit internationalen Institutionen wie IUCN, Biodiversitätskonvention, WWF international oder UNESCO zusammen. Die Entwicklung und Umsetzung des Lehrgangs erfolgt gemeinsam mit E.C.O. Institut für Ökologie, einem Beratungs- und Planungsunternehmen, das sich auf Schutzgebiete spezialisiert hat.
Der internationale Lehrgang „Management of Protected Areas“ soll den TeilnehmerInnen profundes Wissen über Ziele, Aufgaben und Kategorien und die wesentlichen Werkzeuge für Planung, Beratung und Management von Schutzgebieten vermitteln. Eine wesentliche Rolle spielt die Entwicklung persönlicher Kompetenzen (Konfliktlösung, Dialogführung, Entscheidungsfindung, etc.). Das Thema erfordert entsprechende didaktische Ansätze: Team-learning, transkulturelle Kommunikation und Arbeiten anhand praktischer Beispiele.
Die drei Kursdurchgänge in den Jahren 2005 bis 2011 haben insgesamt 54 TeilnehmerInnen aus 22 Ländern besucht. Bereits elf AbsolventInnen wurden für ihre Diplomarbeiten mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Etwa 45 Vortragende aus aller Welt beteiligen sich am Kurs „Management of Protected Areas“. Das Curriculum wurde seit dem Start 2005 überarbeitet und optimal an den Bedarf der Studierenden angepasst. Jeder Kurs wird mit einem internationalen Colloquium im Rahmen der „Klagenfurt Days of Protected Areas“ abgeschlossen. Im Februar 2012 startet der nächste Durchgang mit 15 TeilnehmerInnen aus zehn Ländern.
Finanziert von USAID wird derzeit ein Schwesterlehrgang mit Ausrichtung auf marine Schutzgebiete an der University of the Philippines in Manila entwickelt. Mittelfristig soll ein virtueller UNESCO-Campus für „Management of Protected Areas“ eingerichtet werden.
126Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif (ULSZ)in Kooperation mit dem Interfakultären Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaften welcher im Sportzentrum untergebracht ist. - Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif (ULSZ) Interfakultären Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaften/USI

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  • Studentische Initiativen
  • Forschung
  • Lehre und Curricula
Der bewegte Schulweg:
Eine Initiative des Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif

Jeder kennt die Daten der Statistik Austria: Österreichische Kinder betreiben zu wenig Sport. Jedes fünfte Kind ist übergewichtig. Die Folge: Kinder haben schon in frühen Jahren mit Haltungsschäden zu kämpfen. 77 % der Unfälle bei Volksschulkindern passieren derzeit aufgrund motorischer Defizite. Der Direktor des Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif Wolfgang Becker begegnete diesem Umstand mit einem Projekt - dem bewegten Schulweg. Das Sportzentrum liegt genau zwischen Ort und Schule. Ein Großteil der Kinder werden jeden Tag mit Privat-PKW über einen langen Umweg zum Unterricht gebracht. Also überlegte Becker gemeinsam mit der Sportwissenschaftlerin Evelyn Maier, wie man den umweltbelastenden und wenig gesundheitsfördernden Transport umgehen könnte. So wurde entlang des Schulweges, welcher über einen Kilometer durch das Gelände des Sportzentrums führt, ein Bewegungsparcour errichtet, welchen Kinder tagtäglich auf dem Weg zur Schule und zurück benützen können. Angeboten werden insgesamt 13 Übungsstationen. Dabei sind die motorischen und koordinativen Aufgaben wie z.B. Balancieren, Klettern und Geschicklichkeitsübungen so gestaltet, dass diese von den Kindern mit dem Schulrucksack absolviert werden können. Die Initiative will zum einen dem Bewegungsmangel dem Kampf ansagen - die Kinder sollen aus eigener Motivation mehr Gefallen am Schulweg zu Fuß finden - zum anderen, will man dadurch eine Reduktion des Elterntaxis bzw. des Schulbusses erreichen. Eine begleitende Evaluierung dieses Projektes fand bereits im Wintersemester 2011/12 im Rahmen eines Seminars bzw. mittels Diplomarbeit bei Universitätsprofessor Dr. Rudolf Stadler vom Interfakultären Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaften/USI statt. Bereits jetzt konnte eine Änderung des Verkehrsverhaltens beobachtet werden: sichtlich weniger Mama- und Papa-Taxis steuern die Volksschule an. Das Projekt weist ein hohes Nachhaltigkeitsvermögen sowohl zum Thema "Verkehr" als auch zum Thema "Bewegung" (auf einem Erlebnisschulweg) auf.
Dieses Konzept lässt sich in vielen anderen Gemeinden implementieren und es könnte somit ein Vorzeigeprojekt für ganz Österreich werden.

Mag. Wolfgang Becker
Direktor Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif

131MCI MANAGEMENT CENTER INNSBRUCK - MCI MANAGEMENT CENTER INNSBRUCK, Studiengang Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik

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  • Forschung
  • Regionale Kooperation
„Im Vorfluter einer Kläranlage findet man die gesamte Apotheke“

Spurenstoffe im Abwasser werden in der Öffentlichkeit viel diskutiert. Haupteintragspfad dieser persistenten Spurenstoffe in Oberflächengewässer sind Kläranlagen, da ein großer Teil die Klärwerke weitgehend ungehindert durchläuft. Auch moderne Kläranlagen können diese Stoffe nicht vollständig abbauen und sie gelangen somit in den Wasserkreislauf. Die Effekte von Mikroverunreinigungen in Oberflächengewässern wurden bereits in verschiedenen Studien nachgewiesen und führen im Ökosystem zu höchst bedenklichen negativen Veränderungen und damit zu massiven Problemen auch für den Menschen.
Die Quellen für solcher Spurenstoffe sind vielfältig: Es kann sich um Hormone, Arzneimittel, Pflanzenschutzmittel, industrielle Grund- und Veredelungsstoffe wie Flammschutzmittel und Beschichtungen handeln. Insgesamt sind derzeit rund 100.000 verschiedene Chemikalien in der EU gemeldet, hinzukommen etwa 3.000 zugelassene Arzneimittelstoffe.

Eine flächendeckende Nachrüstung der Kläranlagen gestaltet sich derzeit als sehr schwierig, da eine nachträgliche Entfernung mit immensem Aufwand und Kosten verbunden ist.
Mit einem neuen Ansatz, der gezielten Oxidation dieser Spurenstoffe mittels ionisierter Luft, können diese Kosten deutlich reduziert werden. Dabei werden mit einer speziell dafür entwickelten Ionisationstechnologie aus der Umgebungsluft Sauerstoffradikale generiert und diese dem zu reinigenden Wasser zugeführt.
Diese Radikale bewirken einen gezielten Abbau der Spurenstoffe und Bakterien. In Langzeitversuchen werden bereits verschiedenste organische Schadstoffe mit ionisierter Luft behandelt und deren Abbau analysiert.
Es konnte nachgewiesen werden, dass bei dem neuen Verfahren ein spezifischer Energiebedarf von maximal 50% gegenüber herkömmlichen Methoden zur Eliminierung von Spurenstoffen benötigt wird. Weitere Vorteile sind im geringen Platzbedarf und der relativ geringen Investitionskosten zu finden.
Das beschriebene Verfahren wird bereits ausführlich in einem Klärwerk getestet und die Ergebnisse stimmen die Betreiber optimistisch, in Zukunft eine kostengünstige „vierte Reinigungsstufe“ einsetzen zu können.
134IMC Fachhochschule Krems - Institut für Unternehmensführung und E-Business Management

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  • Lehre und Curricula
Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung (Corporate Responsibility) sind in den letzten Jahren verstärkt in das Zentrum der öffentlichen Diskussion gerückt. Initiativen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union haben einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von nachhaltigem Denken und Handeln bei allen Bildungseinrichtungen gelegt.
Ausgehend von einer umfassenden Arbeitsmarkt- und Bedarfsanalyse wurde der Masterstudiengang „Management“ von einem Entwicklungsteam unter Leitung von Vizerektor Prof(FH) Dr. Karl Ennsfellner und Einbeziehung von Vertretern der Wissenschaft, leitender Führungskräfte aus der Unternehmenspraxis, und langjährigen Mitarbeitern aus der Lehre gestaltet.
Die Besonderheit des Masterstudienganges „Management“ liegt in seiner Orientierung am Konzept der nachhaltigen ökonomischen Unternehmensführung in Balance mit Aspekten der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit, das sich in allen Kernbereichen des Studienganges wiederfindet.
Der Masterstudiengang „Management“ verfolgt die Zielsetzung, die Studierenden zu einem berufsspezifisch kompetenten und teamorientierten Arbeiten im nationalen und internationalen Umfeld zu befähigen, um Herausforderungen in multidisziplinären Kontexten identifizieren und lösen zu können.
Durch den modulartigen Aufbau, den intensiven Einsatz von Case Studies und die fächerübergreifende Konzeption von Lehrveranstaltungen wird das vernetzende und interdisziplinäre Denken gefördert.
Ab dem zweiten Semester wird die Möglichkeit der Spezialisierung geboten. Die Studierenden können zwischen der Spezialisierung „Human Resources Management“ und „Controlling“ entscheiden wobei in beiden Spezialisierungen in allen Lehrveranstaltungen auf Themen der Nachhaltigkeit Bezug genommen wird.
Eine wesentliche Komponente an der IMC Fachhochschule Krems ist die anwendungsorientierte Forschung. Wichtige Impulse für das Masterstudium „Management“ werden aus dem Forschungsschwerpunkt „Effizientes und nachhaltiges Wirtschaften“ gewonnen.
157MCI Management Center Innsbruck - Die unternehmerische Hochschule - Bachelorstudiengang Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement

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  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
Die Lehrveranstaltung „Wissenschaftliches Arbeiten & Integrative Projekte II“ ist im 3. Semester des MCI Bachelorstudiums „Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement“ angesetzt. In der Lehrveranstaltung verfassen die Studierenden eigenständig eine Forschungsarbeit nach wissenschaftlichen Kriterien zu einer aktuellen Fragestellung aus der Praxis. Dabei können sie ihr in den ersten beiden Semestern bereits erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten aus den verschiedenen Disziplinen verknüpfen und zur Anwendung bringen. Dazu gehören insbesondere die Grundlagen der deskriptiven und analytischen Statistik, des wissenschaftlichen Arbeitens, der empirischen Sozialforschung, des Projektmanagements sowie die Grundlagen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Zudem wird der Forschungsprozess des dritten Semesters intensiv von den beiden Lehrveranstaltungen „Wissenschaftstheorie & Forschungsdesign“ und „Qualitative Sozialforschung & Visualisierung von Ergebnissen“ unterstützend begleitet.
Eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg dieses Konzeptes ist die enge Abstimmung der Lektoren der verschiedenen Lehrveranstaltungen untereinander. Durch das wiederholte Aufgreifen von Inhalten aus den verschiedenen Fachperspektiven heraus, wird das nachhaltige Lernen gefördert und die Studierenden können einen eigenen integrativen Standpunkt entwickeln. Da dieser Lernprozess erfahrungsgemäß nicht nur durch Lernerfolge, sondern auch durch zahlreiche Brüche und Unsicherheiten gekennzeichnet ist, erfordert diese Art des Lernens eine besonders intensive Betreuungsarbeit und die kontinuierliche Begleitung seitens der Lektoren. Die praktische Umsetzung ist daher mit großem organisatorischem und personellem Aufwand verbunden – ein Aufwand der sich in jedem Fall lohnt, führt die gemeinsame Arbeit am Projekt doch häufig zu einem Schlüsselerlebnis für die Studierenden (und oft auch die Lehrenden). Die Studierenden lernen eben insbesondere, die Inhalte aus den verschiedenen Lehrveranstaltungen nicht unabhängig voneinander wahrzunehmen, sondern die Querverbindungen zwischen den einzelnen unterrichteten Fächern zu erkennen und die erworbenen Fähigkeiten integrativ auf komplexe Fragestellungen anzuwenden.
161Pädagogische Hochschule Wien - Institut für Forschung, Innovation und Schulentwicklung (IFIS) Leitung: Dr. Margit Heissenberger

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  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
  • Strukturelle Verankerung
Das FDZ/NawiMa wurde im September 2008 als Projekt an der Pädagogischen Hochschule Wien gestartet, um in der Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen dazu beizutragen, die pädagogisch-didaktischen Bedingungen im Unterricht von MINT-Fächern zu verbessern. Eine großräumige Infrastruktur wurde eingerichtet und ein umfangreiches Aufgabenfeld in Angriff genommen. Das FDZ/NawiMa versteht sich als Kompetenz- und Kommunikationszentrum, in dem ein engagiertes Team bemüht ist, anregende Lernorte zu schaffen, ein breites Spektrum an Angeboten für naturwissenschaftliche Fächer und für Mathematik abzudecken, Antworten auf Fragestellungen zu modernem Sach-, Naturwissenschafts- und Mathematikunterricht zu geben, Ideen aufzugreifen und Netzwerkarbeit zu leisten.

Vier Aktionsfelder wurden definiert: Im Bereich Forschung und Entwicklung werden EU-, BMUKK-, Sparkling Science – und hausinterne Projekte durchgeführt. Der Bereich Lernorte umfasst die Forscherwerkstatt, die Lernwerkstatt, das Haus der Mathematik und das Transnational Science Lab. Kooperationen und Netzwerke wurden beispielsweise mit dem Technischen Museum Wien, dem Naturhistorischen Museum Wien, dem Science Center Netzwerk, der Wissensfabrik Österreich und dem NAWI-Netzwerk-Wien aufgebaut. Im Feld Beratung und Fortbildung werden Weiterbildungsveranstaltungen mit Fachleuten aus dem In- und Ausland angeboten, bei Bedarf wird Beratung und Coaching durchgeführt.

Ab Herbst 2011 wechselte das Fachdidaktikzentrum vom Projektstatus in den Regelbetrieb, womit die dauerhafte Wirkung des Zentrums gesichert ist.

Ziele
• Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung von Lernmöglichkeiten für einen innovativen Unterricht in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften (LehrerInnenaus- und -fortbildung)
• Wissenschaftliche und fachdidaktische Begleitung und Durchführung berufsfeldbezogener Forschungsvorhaben, Verbreitung der Ergebnisse
• Kompetenzerweiterung durch Schwerpunktsetzung von Fortbildungsangeboten
• Vernetzung und Kooperationen zur Förderung des naturwissenschaftlichen und mathematischen Unterrichts in Schule und Lehre.
190Management Center Innsbruck - Studiengänge Wirtschaft & Management, Business & Management, International Business

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  • Lehre und Curricula
Soft Skills – Aufbauendes Curriculum
Im Zuge des Bologna-Prozesses wird bewusste und ‚out-put‘-orientierte Kompetenzentwicklung der europäischen Studierenden gefordert. Dies versuchen wir am MCI im Studiengang Wirtschaft & Management als Verantwortliche u.a. für das Thema Personalentwicklung mit Unterstützung der Lehrenden umzusetzen. Wie das aussieht, soll nachfolgend skizziert werden.
Auf der Basis reflektierender Gespräche mit Lehrenden und Studierenden wird dieses Konzept laufend zu einem abgestimmten Gesamtkonzept weiter entwickelt.

Ziele eines aufbauenden Soft-Skill-Curriculums
Ziele sind entsprechend für die bewusste, aufbauende kognitive Entwicklung:
1. Dualismus weiterentwickeln: Bewusste Managementtechniken zu Selbstwahrnehmung und Selbstmanagement (z.B. Zeit- und Lernpläne, Lernziele und Prioritäten setzten…), zum Umgang mit anderen (Selbstbild/Fremdbild, Wahrnehmungs- und Kommunikationsschulung), Verständnis der Metaebene (Hubschrauberperspektive)
2. Multiplismus entwickeln: Aufzeigen theoretischer Perspektivenvielfalt und praktischer Anwendungsvielfalt der jeweiligen Lehrveranstaltungsthemen
3. Kontextverständnis entwickeln: Entwicklung einer sorgfältigen, selbstkritischen Arbeits-/Herangehensweise, die außer dem interessierenden Inhalt, gleichzeitig die Vielfalt möglicher Antworten, den eigenen Zugangsprozess und den spezifischen Kontext reflektiert.
4. Reflektiertes Wissen entwickeln: Anleitung zu kontextbezogener, fallspezifisch b
Ziele sind entsprechend für die bewusste, aufbauende emotionale Entwicklung:
1. Emotionale Selbstwahrnehmung, Erkennen eigener Grundhaltungen, Wertorietierungen, Selbstbild-/Fremdbildabgleich
2. Emotionale Selbststeuerung, Trennung von Beobachtung, Interpretation, Bewertung
3. Emotionale Fremdwahrnehmung, empathischer Perspektivwechsel (einschließlich interkultureller Perspektivwechsel), soziales Bewusstsein und Kooperationsorientierung nicht nur für die eigene Organisation, sondern in Gemeinwohlorientierung in die lokale Gesellschaft und darüber hinaus
4. Emotional gesteuertes Beziehungsmanagement, Inspiration & Entwicklung anderer, Umgang mit heterogenen Teams.
117FH Salzburg - Studiengang Betriebswirtschaft, Fachbereich Marketing und Relationship Management

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  • Forschung
Sustainability im Projektmanagement – Bedeutung der Integrierten Kommunikation in der Innen- und Außendarstellung von Projekten

Auslöser der Forschungsaktivitäten sind die Erkenntnisse aus Projektarbeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung, die unabhängig von Branchen zeigen, dass eine hohe Rate an Misserfolgen gegenüber den Projektzielsetzungen besteht (vgl. u.a. CHAOS 2009; Brenn-hold/Streich 2009, S. 65ff.). Die Erkenntnisse der Studien manifestieren sich in der Aussage, dass zirka 70% von Technologieprojekten nicht ihre Vorgaben erreichen. Einer der wesentlichsten Misserfolgsfaktoren ist dabei die mangelhafte Kommunikation, im Sinne von nicht-nachhaltiger Kommunikation innerhalb und/oder außerhalb der Projektorganisation. Wobei sich nachhaltige Kommunikation in diesem Beitrag auf eine „nachhaltige“ Wirkungsweise der Kommunikationsinstrumente bezieht.

Die Autoren gehen davon aus, dass das Konzept der Integrierten Kommunikation, das in der Literatur an verschiedensten Stellen als Prinzip der Nachhaltigkeitskommunikation diskutiert wird (vgl. u.a. Lühmann 2003, S. 66), Anknüpfungspunkte liefert, um bestimmte Herausforderungen der Kommunikation innerhalb und/oder außerhalb der Projektorganisation besser bewältigen zu können. So wird z.B. davon ausgegangen, dass eine inhaltliche, formale und zeitliche Integration innerhalb der Projektkommunikation wie auch zwischen Projekt- und Unternehmenskommunikation Voraussetzung dafür ist, dass Unternehmen einheitlich über Projektinhalte kommunizieren. Darüber hinaus erleichtert Integrierte Kommunikation den Zielgruppen das Verstehen der Botschaften und somit auch den Lerneffekt. Dies erscheint gerade für nachhaltige Projektkommunikation, die auf Wissensbildung und Verhaltensänderung abzielt, durchaus wertvoll.

Ausgehend von vorhandenen Erfolgsfaktoren Integrierter Kommunikation (vgl. Stumpf 2005) wurde deren Übertragbarkeit auf die Projektkommunikation sowie deren Beitrag zum Projekterfolg am Beispiel von Hochschulprojekten der Fachhochschule Salzburg empirisch überprüft. Abschließend wurden konkrete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Kommunikation in und außerhalb von Projekten abgeleitet.
139FH Salzburg - Studiengang Holztechnolgie und Holzbau

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  • Lehre und Curricula
Die Ausbildung am Studiengang Holztechnologie & Holzbau am Standort Kuchl verbindet fachliche mit wirtschaftlichen und sozialen Kompetenzen um die heutigen und zukünftigen Fragen der Nutzung und Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz zielorientiert und zukunftsorientiert beantworten zu können. Dabei kommt der Beachtung der Prinzipien der Nachhaltigen Ressourcennutzung eine große Rolle zu. Aus diesem Grund wird seit dem Jahr 2009 jährlich ein internationaler Architekturworkshop zum Überthema

„Building with Sustainable Ressources – A Resource Optimized Architecture“

veranstaltet. An diesem Workshop nehmen Studierende und Professoren aus verschiedenen Ländern teil und die Studierenden arbeiten in möglichst international gemischten Studentengruppen an Konzepten zur Lösung Bauaufgaben mithilfe nachhaltiger Konzepte. Die Professoren (im Jahr 2010 aus den Fachgebieten Architektur, Bauingenieurwesen, Baumanagement, Holztechnologie, Interieur Design) geben den Studenten in Form von Impulsreferaten Input aus den verschiedenen Fachbereichen und Kulturen und diskutieren im Zuge des Workshops mit den Studierenden. Dadurch werden die auch drei Säulen der Nachhaltigkeit, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte, konkret thematisiert und in den unterschiedlichen Projektgruppen diskutiert. Der interdisziplinäre und internationale Zugang ermöglicht es, die Thematik der Nachhaltigkeit in ihren vielen Facetten zu diskutieren und Lösungen für Baufragestellungen zu erarbeiten.
185Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik - Rektorat

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  • Lehre und Curricula
Projektziel
Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik widmet sich seit dem Jahr 2010 dem Bildungsschwerpunkt der Grünen Pädagogik mit dem Ziel, die drei Dimensionen nachhaltiger Bildung und Entwicklung – Ökologie, Ökonomie und Soziales - in Lehre und Forschung zu integrieren. Der Kern aller Initiativen in der Grünen Pädagogik ist, die Nachhaltigkeits-Performance der Hochschule zu stärken, einen starken Überbau zu schaffen und alle Bildungsaktivitäten auf diesen gemeinsamen Nenner zu begründen.
Projektziel
Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik widmet sich seit dem Jahr 2010 dem Bildungsschwerpunkt der Grünen Pädagogik mit dem Ziel, die drei Dimensionen nachhaltiger Bildung und Entwicklung – Ökologie, Ökonomie und Soziales - in Lehre und Forschung zu integrieren. Der Kern aller Initiativen in der Grünen Pädagogik ist, die Nachhaltigkeits-Performance der Hochschule zu stärken, einen starken Überbau zu schaffen und alle Bildungsaktivitäten auf diesen gemeinsamen Nenner zu begründen.
Theoretischer Background und praktische Umsetzung
Grüne Pädagogik bezeichnet Bildung als einem Prozess, in welchem nachhaltige Entwicklung gefördert wird. Grüne Pädagogik ist in diesem Sinne eher ein sich immer wieder neu manifestierendes Ereignis denn ein definiertes Arbeitsprogramm. Im Rahmen des Projekts besuchen Dozierende im Team spezielle, partizipativ entwickelte Weiterbildungsangebote und Workshops. In weiterer Folge erarbeiten sie in kollegialen Settings ihre Lehre und dokumentieren sowie evaluieren kriterienorientiert ihre Bildungsarbeit.
Grüne Pädagogik kennzeichnet ein interdisziplinärer und mehrperspektivischer Zugang zu Lehrinhalten. Sie erhebt den Anspruch, durch eine spezifische Verknüpfung von Fachwissen die vielfältigen, von der Bildung für nachhaltige Entwicklung geforderten Kompetenzen zu entwickeln und auf Basis tätigkeitstheoretischer sowie systemisch-konstruktivistischer Lerntheorien lebendig und begreifbar zu machen.
In der Wahl der Methoden wird auf Zukunfts- und Problemlöseorientierung sowie Wertorientierung und Emotionsentwicklung geachtet. Bei der in der Lehre favorisierten Methodik wird praxisorientierten prozesshaften Arbeitsformen der Vorzug gegeben und auf kulturelle Sensibilität größter Wert gelegt.
Der Schutz und die Nutzung der Natur stehen im Zentrum relevanter Bildungsprozesse.
Grüne Pädagogik konkretisiert sich an den Themenfeldern Natur, Landwirtschaft, Umwelt, Ernährung, Regionalentwicklung und Versorgungswirtschaft.
Studierende werden im Rahmen ihrer Aus- und Weiterbildung ermuntert, in ihrem Umfeld für klare Werte einzustehen, nachhaltige Entwicklung zu fördern und regionale Wertschöpfungsprozesse zu unterstützen.
113Hochschulübergreifend (Technische Universität Wien , Technische Universität Graz) - Continuing Education Center, TU Wien Life Long Learning, TU Graz

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  • Lehre und Curricula
Bauwerke bestimmen die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Entwicklung einer Gesellschaft ganz wesentlich. So verbraucht und speichert das Bauwesen beispielsweise einen wesentlichen Anteil unserer materiellen und energetischen Ressourcen. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gilt es einerseits den heutigen Gebäudebestand optimal zu nutzen und andererseits neue Wege im Bauwesen zu finden, um zukünftig Ressourcen effizienter zu nutzen, Mensch und Umwelt zu schützen und die Voraussetzungen für eine wirtschaftlich und sozial verträgliche Weiterentwicklung zu schaffen.

Dazu leistet der von den Technischen Universitäten Graz und Wien gemeinsam durchgeführte Universitätslehrgang „Nachhaltiges Bauen“ einen wesentlichen Beitrag. In dem zweisemestrigen berufsbegleitenden Programm wird die Realisierung der Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens in der Projektentwicklung, Planung und Ausführung sowie bei Betrieb und Entsorgung von Bauwerken vermittelt.

Höchstes wissenschaftliches Niveau wird durch die Auswahl der Vortragenden garantiert, die sich zu über 80% aus ProfesserInnen der beiden Universitäten zusammensetzen und durch ausgewiesene ExpertInnen aus der Praxis ergänzt werden.

Ziel dieses Universitätslehrganges ist es, ein Bewusstsein für ganzheitliche, lebenszyklusorientierte Betrachtungen von Bauaktivitäten im Hinblick auf das 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit zu schaffen. Dies bedeutet, dass AbsolventInnen in der Lage sind, in der Projektentwicklung, bei der Planung und Ausführung sowie beim Betrieb und der Beseitigung von Bauwerken die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens in ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Hinsicht realisieren können.

In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ist es im Rahmen dieses Lehrganges möglich, zum/zur AuditorIn ausgebildet zu werden. Zudem können die AbsolventInnen eine klima:aktiv Kompetenzpartnerschaft anstreben.
163Hochschulübergreifend (Pan-European Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure (BBMRI) , (54 Projektpartner) , , Medical University of Graz (K. Zatloukal) Austria , National Public Health Institute (L. Peltonen, J. Muilu) Finland , Helmholtz Zentrum München - De) - Institut für Pathologie, Auenbruggerplatz 25, 8036 Graz, Autria

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  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Internationale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Die systematische Analyse von Proben und Daten bildet seit Jahrhunderten die Grundlage unseres Wissens über Krankheitsursachen, sowie der Entwicklung neuer Diagnosemethoden, Medikamente und Therapien. Die Organisation für Wirtschaftliche Kooperation und Zusammenarbeit (OECD) bezeichnet biologische Proben und Daten sogar als „die Schlüsselressource“ für den Fortschritt in der Medizin und Biotechnologie (OECD 2001). Biologische Proben von Menschen, wie Blutproben oder im Rahmen von chirurgischen Eingriffen entfernte Gewebeproben (z.B. Karzinome) enthalten umfangreiche Informationen über genetische und umweltbedingte Faktoren, die das Entstehen von Erkrankungen sowie deren Verlauf und das Ansprechen auf Therapien beeinflussen. Zahlreiche internationale Studien haben gezeigt, dass der Zugang zu qualitativ hochwertigen menschlichen biologischen Proben und den dazugehörigen medizinischen Daten der haupt-limitierende Faktor für die Weiterentwicklung der Medizin ist. Der faire, koordinierte Zugang zu solchen biologischen Ressourcen ist eine essentielle Rahmenbedingung für nachhaltige Forschung und internationale Kooperation.

Die nachhaltige Erschließung dieser „Schlüsselressourcen“ soll durch die an der Medizinischen Universität Graz in der Planungsphase koordinierte Pan-Europäische Forschungsinfrastruktur für Biobanken und biomolekulare Ressourcen (BBMRI) sichergestellt werden. Neben der erfolgreichen Koordinationstätigkeit der Planungsphase von BBMRI, ist die Medizinische Universität Graz zusätzlich wegen ihrer langjährigen Erfahrung im Aufbauprozess der hauseigenen Biobank bestens positioniert und propagiert die Etablierung eines Globalen Biologischen Resourcen Zentrums nach den OECD-Richtlinien. All diese Aktivitäten zur nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen für die medizinische Forschung stärken die Bedeutung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Österreich insbesondere der Steiermark im globalen Kontext.
167Hochschulübergreifend (FH Kufstein, Tirol , FH Joanneum , FH Oberösterreich , FH Kärnten , FHS Burgenland) - Department für Technik und Wirtschaft

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  • Forschung
  • Lehre und Curricula
Das FH_netzwerk_BAU besteht bisher aus fünf Fachhochschulen (FH Kärnten, FH Kufstein, FH Joanneum, FH Oberösterreich und FHS Burgenland), die sich gemeinsam Thema Nachhaltigkeit im Baubereich widmen und sich momentan zur Bearbeitung des LQG Projektes zusammengeschlossen haben. Jede einzelne Fachhochschule bringt durch unterschiedliche Studiengänge unterschiedliche Kompetenzen in das Netzwerk mit ein.Teil des von der FH Kufstein geleiteten Projektes ist aber auch die Integration einer Reihe von externen Experten und die Unterstützung durch die Bauwirtschaft (iC Consulenten, Woschitz Engineering, ATP AG, ALUKÖNIGSTAHL, SFL Metallbau und STRABAG AG), die nicht nur finanzielle Unterstützung leisten sondern auch durch Praxisbeispiele die Anwendung der Forschungsergebnisse sicherstellen. Das Netzwerk ist offen für alle Fachhochschulen an denen sich Lehrende und Forschende mit dem Thema nachhaltiges Bauen beschäftigen. Im Moment wird beispielsweise ein gemeinsames Seminar von zwei bisherigen Netzwerkmitgliedern und zwei neu hinzukommenden geplant.
Neben dem Austausch in der Lehre ist der Hauptfokus des Netzwerkes momentan die Bearbeitung eines Forschungsprojektes zur lebenszyklusorientierten Qualitätsoptimierung von Gebäuden (LQG):
Bei Bauherrenentscheidungen und Beurteilungen von Planungsalternativen dienen bisher primär Investitionskosten und Ausstattungsmerkmale als Entscheidungsgrundlage. Die Summe aus Energie-, Reinigungs- und Wartungskosten während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes beträgt aber ein Mehrfaches dieser Investitionskosten und die Nutzerzufriedenheit hängt nicht nur von der technischen Ausstattung sondern von einer Reihe von Qualitätsmerkmalen ab. Aber nicht nur Kosten und Nutzerzufriedenheit sondern auch die ökologischen Auswirkungen des Gebäudes über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes sollen die Entscheidungen mit beeinflussen.
Erste Ergebnisse des Projektes sind ein online Leitfaden für Investoren zum nachhaltigen Bauen und ein erweiterter Energieausweis. Letzterer baut auf dem von der OIB zur Verfügung gestellten Excel Tool zur Energieausweisberechnung auf und intergiert LCC- und LCA-Daten.
174Hochschulübergreifend (Universität Wien, , Meduni Wien, , Donauuniversität Krems , Universität Innsbruck , PMU Salzburg, , Universität Salzburg , sowie Partneruniversitäten aus Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz (siehe unten) , ) - derzeit: Universität Salzburg FB MAFO, Abt. f. Physik & Biophysik,

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  • Forschung
  • Internationale Kooperation
  • Verwaltung und Management
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
"Alpine Herbs & Home Remedies" ist eine Regionenuebergreifende Zusammenarbeit mit Praxis und Forschung, durch welches das tradierte Heilpflanzenwissen und Hausmittelwissen bewahrt, evaluiert und wissenschaftlich abgesichert wieder an die Berufsgruppen und die Bevölkerung zurückgegeben wird.

Dabei werden drei zentrale Zielsetzungen verfolgt:
• Erhalt des tradierten Heilwissens und Sicherung der Naturressourcen
• Kompetenz der Bevölkerung, Wissen der Gesundheits- und Wellnessberufe erhöhen
• dem Gesundheitssektor und Tourismus eine wissenschaftlich abgesicherte Basis für Dienstleistungen und Produkte mit Nutzung regionaler Ressourcen zur Verfügung stellen

Welche unter den folgenden vier Leitlinien stehen:
• Wissenssammlung, Aufbereitung und Evaluierung des Heilwissens: Bereits Vorhandenes an Wirksamkeitsbelegen wird aufgezeigt, der Grad der Evidenz wird erfasst, Risiko-Analysen werden von ExpertInnen aus Forschung und Praxis präsentiert und diskutiert.
• Wissensverbreitung
• Umsetzung des wissenschaftlich fundierten Heilwissens in Pilotprojekten
• Vorarbeiten zur Aufnahme bewährter Heilpflanzen in die (nationalen) Arzneibücher, Erstellung von Monographien, Verfassung eines Grünbuches, interdisziplinäre Beiträge zur wissenschaftlichen Fundierung von Hausmitteln (auch Stoffmischungen) durch WissenschafterInnen und ExpertInnen aus Life Science Sparten (Medizin, Pharmazie, Biochemie, Mikrobiologie, Ernährungswissenschaften u.a.m.)
180Hochschulübergreifend (Universität für Bodenkultur Wien , Universität Wien , Wirtschaftsuniversität Wien , Technische Universität Wien) - INEX International Network for Educational Exchange

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  • Studentische Initiativen
  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
Die Sustainability Challenge ist eine interuniversitäre und interdisziplinäre Ringlehrveranstaltung an den vier Hauptuniversitäten Uni Wien, BOKU, TU und WU in Wien, deren Ziel es ist 80 Studierenden der unterschiedlichsten Fachrichtungen ein tieferes Verständnis von Nachhaltigkeit mit den ganz konkreten Inhalten zu Klimawandel, ökologische Ökonomien, Nachhaltiges Bauen und Energie als auch sozio-ökologische Politiken zu vermitteln. Anhand von 20 Projekten als Service Learning, das den Unterricht mit der lokalen Gesellschaft verknüpft, schaffen TeilnehmerInnen und Stakeholder durch die Beschäftigung mit konkreten Lösungen für reale Herausforderungen gemeinsam und nachhaltig Mehrwert für Mensch, Umwelt und Wirtschaft.

Im Zuge der „INEX Sustainability Challenge“ werden gemeinsam die folgenden Meilensteine in der Bildungslandschaft Österreichs gesetzt:

 Die „INEX Sustainability Challenge“ leistet einen aktiven Beitrag zur UNESCO Bildungsdekade 2005 – 2014.

 80 TeilnehmerInnen, welche zukünftige EntscheidungsträgerInnen sind, werden zur maßgeblichen Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft für die Allgemeinheit ausgebildet. Durch gemeinsame Projekte mit Vertretern aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Politik wird das erlernte Wissen über die Universitätsgrenzen hinaus angewandt.

 Innovative Wissensbildung und die Kollaboration verschiedener Fachrichtungen und Sparten werden ermöglicht.

 Wege für die Mobilisierung sämtlicher realistischer technischer, ökonomischer, sozialer und gesellschaftlicher Innovationspotentiale werden beschritten.

 Kommunikationsbarrieren werden abgebaut und der Austausch zwischen den Universitäten sowie mit Stakeholdern wird vitalisiert.

 Interdisziplinäres Wissen und Werkzeuge, zur Bearbeitung der gegenwärtigen komplexen Fragestellungen, werden vermittelt.

 Studierende werden für das Thema Nachhaltigkeit durch die gemeinsamen interdisziplinären Erfahrungen sensibilisiert.

 Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in die persönliche Alltagspraxis und die zukünftige berufliche Laufbahn der TeilnehmerInnen wird erleichtert.

 Eine interdisziplinäre Knowledge Diffusion wird angeregt und die Barrieren zwischen Universitäten und der Welt werden abgebaut.

 Ein nachhaltiger Wertewandel wird im Zuge der „INEX Sustainability Challenge“ initiiert.

 Der Bedarf nach Nachhaltigkeit wird durch die groß angelegte Pilotaktion ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.

 Erfahrungswissen, Gestaltungskompetenz, Konfliktfähigkeit, vernetztes und zukunftsgerichtetes Denken, Problemlösungskompetenz sowie Teamfähigkeit und Solidarität, im Zusammenhang mit der Gestaltung einer nachhaltigen Welt, werden vermittelt.
186Hochschulübergreifend (Gründungsuniversitäten Österreich: , Karl-Franzens Universität Graz; Austria , Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz; Austria , Technische Universität Graz; Austria , Wirtschaftsuniversität Wien; Austria) - RCE Graz-Styria, Universität Graz

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  • Internationale Kooperation
Hochschulen Europas werden gemeinsam für nachhaltige Entwicklung aktiv: Die COPERNICUS Alliance

Die COPERNICUS Alliance vereint europäische Hochschulen in einem Netzwerk um gemeinsam Aktivitäten in Bereichen der Bildung, Forschung, Managements und gesellschaftlichen Engagements für nachhaltige Entwicklung zu setzen. Seit dem Start im Rahmen des Kick-Off-Workshops im Juli 2010 an der Universität Graz ist das Netzwerk auf aktuell 20 Mitgliederinstitutionen aus 8 Nationen Europas angewachsen.

Grundlegend für die Entstehung der COPERNICUS Alliance war die COPERNICUS Charta, die bereits 1993 von der Europäischen Hochschulrektorenkonferenz entwickelt und bis 2005 von 326 Universitäten unterzeichnet wurde. Eine der ersten Aktivitäten der aktuellen Mitglieder war nun die Überarbeitung der COPERNICUS Charta, welche dem Wandel der Zeit Rechnung trägt und die Grundlage für die Ziele des Netzwerks bildet. So ist es die Vision der COPERNICUS Alliance, eine nachhaltige Entwicklung im Rahmen des europäischen Hochschulsektors zu fördern, indem Bildung, Forschung und Management gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteuren entsprechend weiterentwickelt werden.
Die COPERNICUS Alliance ist Ergebnis und Reaktion auf die stetig wachsende Bedeutung von Hochschulaktivitäten im Horizont nachhaltiger Entwicklung weltweit und stellt auf europäischer Ebene ein ähnliches Netzwerk dar, wie etwa AASHE (Association for the Advancement of Sustainability in Higher Education) in Nordamerika oder ProSPER.Net (Network for the Promotion of Sustainability in Postgraduate Education and Research) im Asien-Pazifik-Raum.
2010 – 2011 wurde das Netzwerk von Prof. Friedrich M. Zimmermann (Universität Graz) und Prof. Gerd Michelsen (Leuphana Universität Lüneburg, UNESCO Chair Higher Education for Sustainable Development) geleitet. 2012 -2013 besteht der neue Vorstand aus Prof. Daniella Tilbury (RCE Severn, University of Gloucestershire) und Dr. Clemens Mader (RCE Graz-Styria, Universität Graz). Ziel ist es die Managmentstrukturen weiterzuentwickeln, Arbeitsgruppen zu fördern und durch Veranstaltung von Konferenzen und Kooperationen und Projekte im europäischen und internationalen Raum (z.B. Rio+20) Wissen und Innovationen für eine nachhaltige Hochschulentwicklung zu generieren.
194Hochschulübergreifend (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik , Pädagogische Hochschule Wien , Pädagogische Hochschule Kärnten , Pädagogische Hochschule Oberösterreich , Pädagogische Hochschule Salzburg , Pädagogische Hochschule Tirol , Pädagogische Hochschule Vorarlberg , Pädagogi) - Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik – Eigene Rechtspersönlichkeit

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  • Regionale Kooperation
Die "Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien" ist das österreichische Zentrum der agrarischen LehrerInnen- und BeraterInnenbildung. Neu ist die Entwicklung und Organisation von österreichweiten Weiterbildungsveranstaltungen für KindergartenpädagogInnen und PädagogInnen der Pflicht- und höheren Schulen. Diese werden in Kooperation mit den Pädagogischen Hochschulen in allen Bundesländern und der Abteilung Kindergärten der Länder angeboten.
E- Content wie Moodlekurse und Unterrichtsfilme werden für die Zielgruppe entwickelt und erstellt.

Konkrete Umsetzungsmaßnahmen

Weiterbildungsveranstaltungen für KindergartenpädagogInnen und PädagogInnen werden allen Bundesländern zu den Themen Ernährung, Klimaschutz, Natur und Umwelt angeboten. Bis zu 180 Anmeldungen sind bei einigen Seminaren eingelangt.


E- Content

Moodlekurse werden laufend erstellt. Für die Gegenstände Biologie und Geografie sind Kurse zu den Themen "Ernährung und Klima" und "Forstwirtschaft in Österreich" fertig. Diese sind auf www.schule.at eingebunden, können downgeloadet und in der Moodlepattform der jeweiligen Schule implementiert werden. Sie können sofort im Unterricht eingesetzt werden.

http://academy.edulabs.org/course/view.php?id=13
http://academy.edulabs.org/course/view.php?id=20
http://academy.edulabs.org/course/view.php?id=22


Kurzfilme zu den Themen Gemüseanbau im Garten, der Fensterbank oder der Terrasse sind auf der Intertseite der KindergartenpädaogInnen eingebunden:
http://ideenkiste.at/fruehbildung/umweltundnatur/224

123Kunst Universität Linz - Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung - Studio BASEhabitat (Studienrichtung die architektur, Institut Raum und Design)

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  • Studentische Initiativen
  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
Unter Österreichs Architekturschulen ist die an der Kunstuniversität Linz die kleinste. Der Vorteil ist ein hohes Maß an Individualität, Reaktionsfähigkeit und Wendigkeit. Themen der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung werden bei uns zu Themen der Ausbildung.

Um unser Wissen im Leben zu erproben und zu erweitern, nahmen wir 2004 das Angebot von SARCH (social sustainable architecture) an und bauten ein Heim für behinderte Kinder in Südafrika. Aus der Begeisterung und dem nachhaltigen Engagement der Studierenden ist BASEhabitat entstanden. Wir versuchen Gegensätze zu versöhnen die unvereinbar scheinen: Grundbedürfnisse und Ästhetik, Ökologie und Ökonomie, Wohlstand und Armut sowie Nützlichkeit und Poesie.

Wir können heute Häuser bauen zu deren Klimatisierung es keiner Fremdenergie bedarf. Diese Häuser nutzen die Ressourcen ihrer Orte anstatt sie zu zerstören, bereichern die Umwelt und bieten den Menschen neue Herausforderungen und Arbeit. Notwendig dafür ist bloß ein Mehr an Intelligenz, Teamarbeit, Sinnlichkeit, Freude und Schönheit.

Schönheit scheint im entwicklungspolitischen Umfeld Blasphemie zu sein angesichts von Not, Armut und Bedürftigkeit. Doch ihre Abwesenheit bedeutet Not! Schönheit kostet nichts außer Intelligenz und Geist, Achtsamkeit und Hinwendung. Die Bemühung um Schönheit unterscheidet BASEhabitat von vielen Entwicklungsprojekten. Sie ist jener Aspekt welcher unseren Projekten Würde gibt und die Arbeit in den Kulturräumen verankert.

Inzwischen konnten mehrere Bauprojekte realisiert werden:

Südafrika
- Living Tebogo – Home for handicapped children
- BAYA – Kindergarden
- IPHIKO- Primary school
Bangladesh
- METI – Handmade school
- DESI – Voccational school
- HOMEmade – Three model family houses

Die Nachfrage nach praktischem Wissen und zukunftsfähigen Konzepten haben wir mit einem verstärkten Angebot zur Aus- und Weiterbildung in Form unterschiedlicher Workshops beantwortet:

- Lehmbauworkshop Peuerbach
- Leichtlehmbauworkshop Linz
- Lehmbauworkshop Dhaka
- Internationale Sommerakademie
141MODUL University Vienna - Department of Tourism and Hospitality Management

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  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
Das Department of Hospitality and Tourism Management der MODUL University engagiert sich seit 5 Jahren in der internationalen Tourism Education Futures Initiatives (TEFI), in der weltweit führende Universitätsdozenten die zukünftigen Herausforderungen der Tourismusausbildung sowie Lösungsansätze diskutieren.
Ein Projekt von TEFI ist die Entwicklung des sogenannten Global TEFI Course, für dessen Umsetzung sich VertreterInnen von fünf internationalen Universitäten, darunter auch die MODUL University zusammenschlossen. Gemeinsam wurde eine Tourismus-Lehrveranstaltung entwickelt, die die fünf TEFI-Grundwerte (Moral, Verantwortung, Wissen, Professionalität und Gegenseitigkeit) berücksichtigt und sich dabei auf einen innovativen, webbasierten Lehransatz stützt.
Die am TEFI-Kurs teilnehmenden StudentInnen sollten sowohl individuell als auch in Zusammenarbeit mit den anderen teilnehmenden internationalen StudentInnen Aufgabenstellungen zum Thema nachhaltiger Tourismus in einer webbasierten virtuellen Plattform bewältigen.
Der TEFI-Kurs wurde das erstemal im Wintersemester 2010/11 gemeinsam angeboten. Insgesamt nahmen rund 50 Studierende aus Dänemark, Brasilien, USA, Neuseeland und Österreich an diesem Kurs teil, darunter 8 StudentInnen aus Wien. Die Kurse bestanden aus Online-Vorlesungen, internet basierten Aktivitäten (d.h. Aufgabenstellungen, die online in Blogs oder Wikis bearbeitet werden mussten) sowie Kontakt- bzw. Coachingstunden mit den jeweiligen Lehrenden an den Universitäten. Das Feedback der Studierenden war durchgehend sehr positiv. Besonders wurde der kollaborative, internationale Ansatz dieser Lehrveranstaltung geschätzt. Die Vermittlung von Lehrinhalten durch verschiedenen Dozenten mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund sowie die gemeinsame Bearbeitung von Aufgabenstellungen mit internationalen StudierendenkollegInnen (gemeinsame Erstellung von Wikis, Kommentare zu einzelnen Blogs) ermöglichte den Wissensaustausch sowie die gemeinsame Wissensgenerierung in einer interkulturellen Gruppe.
Aufgrund des Erfolges des TEFI-Kurses wird dieser 2012 weitergeführt, und die Themen sowie die Anzahl der teilnehmenden Universitäten werden erweitert.
146MODUL University Vienna - Sustainability Committe der MODUL University Vienna

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  • Strukturelle Verankerung
Seit dem Bestehen der MODUL University Vienna wurde intensiv daran gearbeitet, den Nachhaltigkeitsgrundsatz der Universität im Bewusstsein der unterschiedlichen Stakeholder durch verschiedene Initiativen weiter zu verankern. Mit dem Scholarship of Hope hat die Universität eine Initiative ins Leben gerufen, die Studenten darin bestärken soll, sich kreativ mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Bei diesem Stipendium sind alle MU Studenten eingeladen, eine innovative Idee im Bereich Nachhaltigkeit zu entwickeln und vorzustellen. Dabei kann es sich sowohl um einen praktischen Vorschlag, als auch um eine visionäre Idee handeln. Ziel dieser Initiative ist es, den Studenten in einem kreativen Wettbewerbsumfeld Raum und Möglichkeiten zu geben, ihre Vorstellungen von Nachhaltigkeit zu präsentieren und an ihrer Universität zu implementieren. Parallel zu diesem Stipendium richtet sicher der Employee Sustainability Award an die Mitarbeiter der Universität. Auch sie werden ermuntert, sich aktiv mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen und Vorschläge zu einer nachhaltigeren Gestaltung der Universität einzureichen. Die Gewinnerprojekte sowohl der Studenten als auch der Mitarbeiter werden auf der Website veröffentlicht und in der Universität vorgestellt. Auch alle anderen Einreichungen werden auf ihre Umsetzbarkeit überprüft und so weit als möglich implementiert. Neben einer aktiven Beteiligung von Studenten und Mitarbeitern an einer nachhaltigeren Gestaltung der Universität, wird auch eine aktive Beteiligung ihrerseits an nicht-universitären Nachhaltigkeitsinitiativen gefördert. Hierfür hat die MU das Programm MU Cares ins Leben gerufen. Studenten und Mitarbeiter werden ermuntert, sich sozial in Form von freiwilliger Arbeit und Sammelaktionen für verschiedene Initiativen und Projekte außerhalb der Universität zu engagieren. Die Universität schafft dabei die Voraussetzungen, in dem sie Projekte auswählt und den Kontakt initiiert. Darüber hinaus können die Studenten und Mitarbeiter selbst Vorschläge für diverse Initiativen einbringen. Teilnehmende Studenten erhalten als Zeichen für ihr Engagement Ende Ihres Studiums eine Urkunde.
151MODUL University Vienna - Department of Public Governance and Management und Department of Tourism and Hospitality Management

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  • Lehre und Curricula
Die MODUL University Vienna bietet zwei miteinander verknüpfte Studiengänge mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit seit dem Wintersemester 2010/11 in englischer Sprache an: den MSc in Sustainable Development, Management and Policy und den MSc in International Tourism Management. Die Idee der Verknüpfung beider Programme ermöglicht es einerseits die vorhandenen Lehrkompetenzen an der MODUL Universität ideal auszuschöpfenund andererseits interdisziplinäre Studierendenkohorten in interaktiven Lehrveranstaltungen zusammenzubringen. Alle Lehrveranstaltungen sind als Seminare konzipiert, wodurch ein durchgängig interaktives didaktisches Konzept zur Anwendung kommt.
Das Studienprogramm Sustainable Development, Management and Policy folgt einem multidisziplinären Ansatz, der sowohl den umweltorientierten, den gesellschaftsorientierten als auch den entwicklungsorientierten Aspekten der Nachhaltigkeit gerecht wird. Studierende dieses Programmes werden von Beginn an mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit vertraut gemacht, wobei besonders darauf geachtet wird, dass die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit gleichwertig vermittelt werden.
Das Programm International Tourism Management beschäftigt sich mit einer jener global agierenden Industrien, die in besonderem Maße von Ressourcenknappheit und Phänomenen wie Klimawandel betroffen sind und damit ein besonderes Interesse an der Entwicklung nachhaltiger Strategien haben. Studierende dieses Programmes werden sehr früh mit der Diskrepanz zwischen einem extrem wettbewerbsorientiert ausgerichtetem Tourismusmanagement und einem von außen steigenden Druck zur Ressourcenschonung konfrontiert. . Die aktive Konfrontation und Kooperation mit Studierenden aus dem anderen Studienprogramm hilft den Tourismusstudierenden in diesem Zusammenhang, verschiedene Perspektiven und Standpunkte in Tourismusfragen zu verstehen und zu berücksichtigen.

Die beiden Masterprogramme sollen Studierenden aus diversen Fachrichtungen die Möglichkeit bieten, ihr bereits vorhandenes durch multidiziplinäres Wissen im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung zu ergänzen. AbsolventInnen beider Programme können dieses breite Wissen dann gezielt in deren Berufspraxis einsetzen.
164Montanuniversität Leoben - Rektorat (Projektauftrag), Lehrstuhl Wirtschafts- und Betriebswissenschaften (Projektleitung)

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  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Erster Nachhaltigkeitsbericht der Montanuniversität Leoben

Im Zuge des Projektes wurde durch ein interdisziplinäres Projektteam erstmals der Nachhaltigkeitsbericht der Montanuniversität Leoben „triple-n“ für den Berichtszeitraum 2009/2010 erstellt.

Erstmals nahm sich das Rektorat der Montanuniversität (Wolfhard Wegscheider, Martha Mühlburger und Hubert Biedermann) zum Ziel, die Nachhaltigkeitsleistung auch in Form eines Nachhaltigkeitsberichtes zu dokumentieren. Verdeutlicht wird dies im Vorwort zum ersten Nachhaltigkeitsbericht: "Die Montanuniversität Leoben fühlt sich seit jeher ihrer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Zum Ausdruck bringen wir dies durch die Verankerung im Leitsatz: „Verantwortung in Forschung und Lehre ist eine Verpflichtung!“ In ihrem Entwicklungsplan bekennt sich die Montanuniversität Leoben ausdrücklich zu nachhaltigen strategischen Zielen. So lautet eines unserer zentralen Ziele: „Wir gehen mit den Ressourcen verantwortungsvoll um!“
Um dies zu verdeutlichen haben wir uns dazu entschlossen, in dem vorliegenden ersten Nachhaltigkeitsbericht der Montanuniversität nicht eigens geschaffene Nachhaltigkeitsvisionen, -leitbilder und ähnliches zu veröffentlichen. Stattdessen haben wir beschrieben, was wir im Zuge der Umsetzung des Entwicklungsplanes auch ohne Nachhaltigkeitsbericht schon seit langem tun. In diesem Sinn wird die Montanuniversität sich zukünftig ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein und in Ihren Kernleistungen ebenso wie im eigenen Wirkungsbereich den Zielen eines nachhaltigen Handelns besondere Bedeutung beimessen.
Der erste Bericht stellt Leistungen mit Nachhaltigkeitsorientierung der Montanuniversität Leoben im Zeitraum 2009/2010 dar. Er zeigt die Umsetzung der Zielvorgaben in den einzelnen universitären Bereichen auf und belegt, dass soziale, ökologische aber auch ökonomische Verantwortlichkeit selbstverständlicher Teil unserer Organisationskultur ist und dementsprechend an unserer Universität auch gelebt wird.Dieser Nachhaltigkeitsbericht soll als wichtiges Kommunikationsinstrument zur besseren Information unserer Anspruchsgruppen über den Stand nachhaltiger Entwicklung dienen. Er informiert nicht nur über unsere nachhaltige Entwicklung sondern trägt auch selbst maßgeblich zu dieser bei. Wir dürfen Sie deshalb herzlich einladen, sich über die Montanuniversität Leoben unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu informieren."

Die Abbildung gibt einen Überblick des Projektablaufs:
Die Projektidee entstand bereits im Sommer 2007 durch Vizerektor Prof. Hubert Biedermann. In weiterer Folge wurden am Lehrstuhl Wirtschafts- und Betriebswissenschaften (WBW) der Montanuniversität Leoben erste Konzepte für den Nachhaltigkeitbericht entworfen. Der offizielle Projektstart erfolgte schließlich Ende 2009. Der Bericht wurde durch ein interdisziplinäres Team gestaltet - beginnend mit der ersten Projektidee und Projektauftrag durch das Rektorat bis zur Endlayoutierung durch die Öffentlichkeitsarbeit im Haus waren somit auch weitere Stakeholder (z.B. die Studierenden) in die Berichtsentstehung eingebunden. Begleitet wurde das Projekt durch Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Nachhaltigkeitsmanagement am WBW. Neben der Forcierung der Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms sind insbesondere die Integration des Nachhaltigkeitsberichtes in das bestehende Berichtswesen,sowie die verstärkte Einbindung der wissenschaftl. Organisationseinheiten als nächste Schritte geplant...es gibt noch viel zu tun!!
Sie finden den Bericht unter:
www.unileoben.ac.at/nachhaltig
Da wir auch triple N „nachhaltig“ verbessern und weiterentwickeln wollen, laden wir Sie herzlich ein Vorschläge einzubringen!
Kontakt:
Projektteam Nachhaltigkeitsbericht
Tel.: +43(0)03842/402-6019 (DI Selina Künstle)
E-mail: nachhaltigkeitsbericht@unileoben.ac.at
155Pädagogische Hochschule Niederösterreich - Pädagogische Hochschule Niederösterreich Department 1 Mühlgasse 67 2500 Baden

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  • Regionale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
„HeLv – Helpdesk für Lehrer/innen verhaltensauffälliger Schüler/innen“, vgl. http://helv.ph-noe.ac.at – stellt ein interaktives Onlineangebot an Lehrer/innen aller Schulformen für Fragen und Antworten zum Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen im Unterricht dar.

HeLv dient als niederschwellige, unkomplizierte und diskrete Einrichtung, um rasch Hilfe anzubieten, bestehende institutionelle Einrichtungen zu unterstützen und zu vernetzen. Die Onlineberatung hat Vermittlungsfunktion und dient nicht als eigenständige psychologische oder psychotherapeutische Online-Beratung.

Lehrer/innen sind in zunehmendem Maß mit Schülerinnen und Schülern beschäftigt, deren Verhalten schwierig und auffällig ist, die dem Unterricht nur eingeschränkt folgen können, Leistung verweigern oder Mitschülerinnen und Mitschülern die aktive Teilnahme am Unterricht erschweren. Die psychische und physische Belastung der Lehrer/innen übersteigt eine normale Berufsbelastung. Andere methodisch-didaktische Erarbeitungswege und -formen sind notwendig, Psychohygiene erhält eine zusätzliche Bedeutung. Dafür bietet dieses Angebot eine Antwort auf vielfach geäußerte Lehrerwünsche nach rascher Information und Hilfe.

HeLv wurde nach einem Konzept von Erwin Rauscher, Rektor der PH NÖ, eingerichtet und wird unter der Koordination von Stefan Germany, PH NÖ, als Kooperationsprojekt mit dem Landesschulrat für NÖ und der Schulpsychologie/Bildungsberatung NÖ betreut und weiterentwickelt. Es bietet diverse Zusatzangebote:
o FAQ mit Beiträgen zu aktuellen Themen
o Hilfe, Unterstützung, Institutionen: Bezirksweise Auflistung von Institutionen und
Unterstützungsangebote in Niederösterreich
o Literatur: Aktuelle Fachliteratur zu einschlägigen Themenfeldern wird angeboten.
o News-Abo: Laufende Informationen über aktuelle Neueinträge
o Auch aktuelle Medienberichte in den Medien wurden fokussiert aufgenommen.
o Auch schulinterne Kooperationen können aufgebaut werden.
181Technische Universität Wien - Fachbereich für Projektentwicklung und –Management (Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen) Forschungsgruppe Mathematische Modellbildung und Simulation (Institut für Analysis und Scientific Computing)

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  • Forschung
  • Verwaltung und Management
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Ziel des vom Zentrum für Innovation und Technologie (ZIT) geförderten, interdisziplinären Forschungsprojektes MoreSpace ist es, die gebäudebezogenen CO2-Emissionen durch Effiziensteigerung bei der Flächenutzung von bestehenden Gebäuden zu reduzieren – Gebäude welche erst gar nicht gebaut, geheizt und in Stand gehalten werden müssen, da an deren Stelle bestehende genutzt werden können, sind die Klimaeffizientesten!
Der Fokus wurde hierbei aus mehreren Gründen bewusst auf Universitätsgebäude gelegt (wobei die entwickelten Methoden mit kleineren Modifikationen für andere Gebäude mit flexibler Raumnutzung – etwa Konferenzzentren – adaptiert werden können).
Da der Staat sowohl Eigentümer der Immobilien als auch Geldgeber der Universitäten ist, besteht eine theoretisch optimale Ausgangssituation. Durch eine Effizienzsteigerung bei der Flächennutzung kann der Staat nicht nur seine CO2-Emissionen senken, sondern als Bonus im chronisch unterfinanzierten Bildungsressort Aufwendungen für Gebäude (Miete, Instandhaltung, Heizung, …) für Kernthemen einsetzten. Des weiteren ist die flexible Raumnutzung (im Gegensatz etwa von reinen Bürogebäuden) an Universitäten optimal für dieses Vorgehen geeignet.
Ausgehend von der Erkenntnis, dass für Effizienzsteigerungen der Flächennutzung ein adäquates Flächenmanagement notwendig ist, wurde im Projekt MoreSpace ein dynamisches Simulationsmodell für die Optimierung des Raum- und Flächenmanagements einerseits und für die Planung von Umbauphasen andererseits entwickelt. Das entstandene hybride Softwaretool kombiniert bewährte Methoden der Projektentwicklung mit mathematischer Simulation. Es stellt einen neuen Ansatz im diesem Bereich dar, welche innerhalb komplexer Systeme eine effiziente Raumnutzung ermöglicht.
Insgesamt kann durch diese Effizienzsteigerung der Bedarf an notwendiger Fläche reduziert werden, was direkt zu einer Reduktion von CO2-Emissionen führt und darüber hinaus den Neubau von Gebäuden –zumindest teilweise – überflüssig macht und somit zusätzlich Emissionen einspart.
193Technische Universität Wien - Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe, Energy Economics Group

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  • Lehre und Curricula
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Im Rahmen des Projektes SchülerInnenUni "Jugendliche von heute studieren Klima und Energie von morgen" öffnet sich die TU Wien einem völlig neuen Publikum, SchülerInnen der 7. und 8. Schulstufe aller Schultypen, als ein Ort des Lernens und Hinterfragens.
In einer abwechslungsreichen Mischung aus interaktiven Vorlesungen und Workshops bereiten Wissenschafter der TU Wien und Experten verschiedener NGO´s die komplexen Inhalte rund um die Themenkreise Klima und Energie auf.
Den SchülerInnen wird in dieser Woche Gestaltungskompetenz vermittelt. Eigene Problemlösungen zu Klimaschutz und Energieversorgung werden angeregt. Die Universität wird als öffentlicher Raum erfahren, für viele SchülerInnen der erste Kontakt mit universitärem Umfeld.
Die SchülerInnenUni "Jugendliche von heute studieren Klima und Energie von morgen" der Technischen Universität Wien ist das Folgeprojekt des EU- Projektes "Schools at University for Climate & Energy (SAUCE)".
Die Weiterführung des 2010 von der UNESCO-Kommission ausgezeichneten "Projektes der Dekade für nachhaltige Bildung" ist durch die finanzielle Unterstützung des Landes Niederösterreich (Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf) und des Lebensministeriums möglich.
Neu ist 2012 die angesprochene Altersgruppe. Waren es bisher 10 bis 12-jährige SchülerInnen, wird heuer erstmals die Altersklasse der 13-14 jährigen die TU Wien besuchen.
Gleich bleibt der didaktische Ansatz: naturwissenschaftliche, technische und gesellschaftliche Aspekte des Klimaschutzes, der intelligenten Energienutzung und -bereitstellung werden altersgerecht vermittelt und Bezüge zur eigenen Lebenswelt der SchülerInnen hergestellt.
Die querschnittsorientierten Aufgabenstellungen des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Entwicklung werden erlebbar gemacht und die nötige Gestaltungskompetenzen vermittelt, um selbst Problemlösungen entwickeln und nutzen zu können.
120Universität für Bodenkultur Wien - Abteilung für Wein- und Obstbau

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  • Studentische Initiativen
Im Herbst 2008 wurde der „Gemeinschaftsgarten der Studierenden“ an der Universität für Bodenkultur von Studierenden ins Leben gerufen - unterstützt vom Institut für Garten-, Obst- und Weinbau. Auf einer Gesamtfläche von etwa 600m2 wurden 30 Parzellen zu je 17,5m² errichtet und von über 60 Studierenden unterschiedlicher Studienrichtungen in Kleingruppen nach den Richtlinien des Ökologischen Gartenbaus bewirtschaftet. Sortenvielfalt und schonende Anbaumethoden wie Mulchen, Mischkultur und die Schaffung von Nützlingshabitaten stehen im Vordergrund. Der Gemeinschaftsgarten versteht sich als interdisziplinärer Raum zum Lehren, Lernen und Experimentieren und ist durch eine Lehrveranstaltung sowie eine begleitende Forschungsarbeit in den Lehrbetrieb der BOKU integriert. Die Studierenden bekennen sich zum Prinzip der gemeinsamen Organisation und Verwaltung (Parzelleneinteilung und Planung, Bewässerung, Werkzeugkauf, Gartenordnung, Kommunikationsplattform) und treffen gemeinschaftlich und selbstorganisiert Entscheidungen über Nutzung und Wartung von Ressourcen. Mit der Erfahrung wächst auch der Garten und neue Ideen werden gemeinsam umgesetzt, wie der Bau eines Paradeiserhauses oder eines Frühbeets bzw. das Aufsetzen eines Hügelbeetes für Kürbisse.
Die Ziele des Gemeinschaftsgartens der Studierenden sind:
- Umsetzung, Anwendung und Vertiefung des in der Theorie erworbenen Wissens über den Gartenbau, die Prinzipien der Ökologischen Landwirtschaft und den Umgang mit natürlichen Ressourcen in der Praxis.
- Erwerb von Kommunikationsfähigkeit und sozialen Kompetenzen durch die gemeinschaftliche Projektabwicklung, die konsensuale Entscheidungsfindung und dem Lösen von auftretenden Meinungsverschiedenheiten und Konflikten.
- Eine umweltschonende, nachhaltige und klimaneutrale Produktion hochwertiger Lebensmittel.
- Förderung einer kritischen Reflexion über die momentane Erzeugung von Lebensmitteln und das Verschwinden der Wiener gartenbaulichen Betriebe
- Studierenden unterschiedlicher Studienrichtungen Verständnis über biologische Wirtschaftsweisen im Gartenbau zu vermitteln.
- Erwerb und Vertiefung von praktischen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Bewältigung von Fragestellungen und Herausforderungen der gartenbaulichen Praxis.
- LehrveranstaltungsleiterInnen die Möglichkeit zu bieten, theoretische Ansätze im Rahmen von Projekten im Gemeinschaftsgarten umsetzen zu können.

162Universität für Bodenkultur Wien - Universität für Bodenkultur (BOKU), Institut für Waldökologie

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  • Lehre und Curricula
Berge bedecken ein Viertel der terrestrischen Erdoberfläche und beherbergen ein Achtel der Weltbevölkerung. Die Ökosystemleistungen von Bergregionen sind überproportional: Berge stellen 60 – 80% der globalen Trinkwasserversorgung und sind Zentren der Biodiversität. Wälder bedecken große Teile der Bergregionen und spielen eine zentrale Rolle für den Erosionsschutz und die Bereitstellung von Trinkwasser und lebenswichtiger Ressourcen.
90% der BergbewohnerInnen leben in Entwicklungsländern, 90 Millionen davon sind von Armut betroffen. Armut ist in Bergregionen höher als in den Tieflagen. Wälder sind für viele dieser Menschen eine äußerst wichtige Lebensgrundlage.
Die Bergwälder sind jedoch gefährdet: starker Ressourcendruck führt zu Übernutzung und Waldverlusten. Der Klimawandel in Bergregionen ist eine starke Bedrohung.
Die Bewirtschaftung von Bergwäldern ist daher eine besonders komplexe Aufgabe für die es gilt, verschiedenste Nutzungsansprüche in einer heterogenen und fragilen Umwelt zu integrieren. Dies stellt seit über 100 Jahren einen zentralen Forschungs- und Lehrinhalt an der Universität für Bodenkultur (BOKU) dar. Im Jahr 2002 wurde daher das englischsprachige Mountain Forestry Master Studium ins Leben gerufen um das umfassende Wissen auf dem Gebiet der nachhaltigen Bergwaldbewirtschaftung auch StudentInnen aus dem Ausland verfügbar zu machen. Um der besonderen Rolle von Bergwäldern in Entwicklungsländern und ihrer wichtigen Rolle in der Armutsbekämpfung Rechnung zu tragen, richtet sich das Mountain Forestry Master Studium in erster Linie an Studierende aus Entwicklungsländern.
Das Ziel des Studiums ist es, durch Ausbildung im Bereich nachhaltiger Bergwaldbewirtschaftung, die Lebensumstände der Bevölkerung in Bergregionen – vor allem in Entwicklungsländern - zu verbessern.
Bislang haben über 100 StudentInnen aus über 26 Ländern dieses Studium abgeschlossen. Der Großteil kommt aus Nepal, Äthiopien und Bhutan. Über 90 Prozent der AbsolventInnen kehren nach ihrem Abschluss in die jeweiligen Heimatländer zurück und tragen dort wesentlich zum Management und zum Schutz der Bergwaldregionen bei.
145Universität für Bodenkultur Wien - Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN).

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  • Forschung
Die Idee
Das Projekt „Energy-Camp“ ist ein innovativer Beitrag der Universität für Bodenkultur und der Ökoenergieregion Güssing im Bereich der regionalen Kooperation. Ziel war es, gemeinsam ein neues, innovatives Produkt zu entwickeln, welches Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chancen alternativer Energiegewinnung näher bringt.

Aus wissenschaftlicher Sicht geht es darum, die Zielsetzungen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gleichzeitig das Energy-Camp so zu gestalten, dass es als innovatives touristisches Produkt auch zur regionalökonomischen Entwicklung in der abgelegenen Grenzregion beiträgt.

Jugendliche erleben im EnergyCamp, dass der Einsatz von erneuerbaren Energien funktioniert, viel Spaß machen kann und in den privaten Alltag integriert werden kann. Wieder zu Hause fungieren sie als Multiplikatoren, die in ihrem Umfeld von den bereits erlebten Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energieformen berichten.

Nachhaltige Umweltbildung
Das Projekt erfüllt die wissenschaftlichen Erfolgsfaktoren für die Umweltbildung und kreative touristische Projekte für Jugendliche:
- Entwicklung individueller Persönlichkeitsmerkmale durch Verantwortungsbewusstsein, Spaß, Erlebnisse
- Entwicklung von sozialen Handlungskompetenzen durch Teamerlebnisse, Selbstorganisation und Kommunikationsfähigkeit
- Entwicklung von ökologischen Bewusstsein durch unmittelbare Erfahrungen, Lebensnähe und projektorientierte Vermittlung

Nachhaltiger regionalökonomischer Beitrag
Aber auch im Hinblick auf die beabsichtigten regionalökonomischen Effekte und die Vermittlung innovativer, energieautarker regionaler Konzepte ist das Energy-Camp erfolgreich. Entscheidend dabei ist der authentische Lernort in den die Nutzung erneuerbarer Energieträger auch im großen Maßstab erlebt werden kann. Darüber hinaus besteht eine intensive Vernetzung mit der Region, durch regionales Personal, regionale Produkte und Führungen. Durch solche neue energietouristische Angebote entstehen auch neue Arbeitsplätze in der Region.
147Universität für Bodenkultur Wien - Doktoratskolleg Nachhaltige Entwicklung (dokNE) an der Universität für Bodenkultur, Wien

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  • Forschung
  • Lehre und Curricula
  • Strukturelle Verankerung
Das „Doktoratskolleg Nachhaltige Entwicklung“ (dokNE) wurde 2007 als erstes Doktoratskolleg an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) eingerichtet und ist bis heute das einzige Doktoratskolleg Österreichs mit Fokus auf Nachhaltigkeitsforschung. Aufgrund des großen Erfolgs von dokNE I (2007-2010), wurden im Oktober 2011 wiederum zehn DoktorandInnen und eine Post-Doktorin in das Kolleg aufgenommen. Das Kolleg verfolgt inhaltlich und programmatisch die Ethik einer nachhaltigen Entwicklung und hat dies in einem „Vision und mission statement“ ausformuliert.

dokNE zeichnet sich durch ein interdisziplinäres und internationales Team von DoktorandInnen, Post-doc und MasterstudentInnen sowie betreunde ProfessorInnen aus mehreren Departments der BOKU und weiterer internationaler Universitäten aus. Die NachwuchswissenschaftlerInnen bearbeiten Fragestellungen um nachhaltige Entwicklungsstrategien, in denen lebensweltliche Probleme in den Blick genommen werden. Konkret behandeln die Forschungsprojekte Fragen in Planung, Landwirtschaft, Tourismus, die im Spannungsfeld zwischen Naturressourcen, menschlicher Einstellung und Nutzung sowie Naturschutz angesiedelt sind. Jedes Projekt forscht sowohl natur- wie sozialwissenschaftlich, zieht PraxispartnerInnen ein und führt einen konstanten Dialog mit ExpertInnen. Um die Projekte professionell umsetzen zu können, erfahren die TeilnehmerInnen eine fundierte Ausbildung zu inter- und transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung durch international anerkannte ForscherInnen. Im Kollegseminars, der zentralen Diskussionsplattform von dokNE werden die einzelnen Projekte regelmäßig kritisch diskutiert. Zusätzlich ist dem Kolleg eine Evaluationsinstanz von außen gegeben, bestehend aus unabhängigen internationalen wissenschaftlichen ExpertInnen und PraxisexpertInnen aus Österreich.

DokNE ermöglicht den DoktorandInnen konzentriertes Arbeiten und Forschen an der BOKU sowie optimale Betreuung durch das interdisziplinäre Lehrendenteam. Innerhalb des Kollegs wird auf gemeinschaftliche Planung von Forschungs- und Lehrinhalten Wert gelegt, um die Einbindung aktueller Entwicklungen und innovativer Ideen der jungen ForscherInnen zu ermöglichen.
182Universität für Bodenkultur Wien - Rektorat, ÖH, Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit (alle BOKU), PLENUM - Gesellschaft für ganzheitlich, nachhaltige entwicklung

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  • Studentische Initiativen
Die Idee der „Arbeitsgruppe Betriebsökologie“ Nachhaltigkeitsinitiativen an der BOKU durch Studierende in Form von studentisch geführten Kleinunternehmen - sogenannten Junior Enterprises (JE) umzusetzen, wurde im Jahr 2010 gestartet. Die Lehrveranstaltung „Umweltmanagement und Unternehmensplanung am Beispiel einer Junior Enterprise an der Universität für Bodenkultur“ wurde im WS 2011 erfolgreich angeboten. Sie dient dazu, Studierenden die im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltmanagement etwas UNTERNEHMEN wollen, einen Rahmen zu bieten erste Erfahrungen in der Unternehmensgründung zu machen und dabei nachhaltige Ideen zu entwickeln. Diese Unternehmensideen mit den erarbeiteten Geschäftsplänen sollen in weiterer, begleiteter Folge im Sommer- und Wintersemester 2012 in eine erste Umsetzung gehen können.

Die Lehrveranstaltung vermittelt(e) praktisches Wissen und Fähigkeiten zu Umweltmanagement und Unternehmensplanung. Darüber hinaus wurden Geschäftspläne für vier Junior Enterprise Initiativen entwickelt:

• CO2-Kompensation – Beratungsunternehmen mit den Geschäftsfeldern, CO2-Kompensation für KMUs & Einzelpersonen, CO2-Bilanzierung, Consulting, veranstalten von Workshops.
• Photovoltaik-Genossenschaft: Errichtungen einer genossenschaftlich finanzierten 50 kWp Photovoltaik-Anlage auf BOKU-Gebäuden mit klarer Rückzahlungs- und Zinszahlung an die TeilhaberInnen.
• Aufbau eines BOKU-Gründungszentrums im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltmanagement.
• Nachhaltiges (grünes) Studierendenkonto: Zusammenarbeit mit einer großen Bank um bei einem „normalen“ Studierendenkonto eine öko-soziale /nachhaltige Zweckwidmung zu gewährleisten.

Das mittelfristige Ziel ist es, zum einen ein BOKU-Gründungszentrum im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltmanagement mit verschiedenen, nachhaltigen, studentischen Junior Enterprises an der BOKU zu etablieren. Zum anderen soll das praxisorientierte Lernen im Bereich Unternehmensgründung und –führung verbreitert werden. Zum dritten sollen bestehende sowie neue Nachhaltigkeitsinitiativen an der BOKU durch studentisches Engagement und eigene Unternehmensgründungen (Junior Enterprises) wesentlich gestärkt werden.
159Universität für Bodenkultur Wien - Institut für Bodenforschung, Department für Wald- und Bodenwissenschaften

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  • Regionale Kooperation
  • Internationale Kooperation
Die Zielsetzung der ´Academia Danubiana´ist, einen größeren Bezug zur regionalen Integration mit den Ländern innerhalb der Donauregion zu finden und ein akademisches Netzwerk aufzubauen. Der Zweck der Academia Danubiana erfolgt aus der Idee im Rahmen von Projekten, Studienprogrammen und Seminaren das Wissen zwischen den Universitäten, dem öffentlichen Sektor und der Industrie zu verbessern.

Die wichtigsten Ziele sind:
• Förderung eines nachhaltigen multi-funktionalen Boden- und Landnutzungsystems
• Unterstützung und Verbreitung von ´good practices´ Modellen um eine integrierte Landnutzung mit unterschiedlichen Nutzungsansprüchen zu gestalten
• Förderung einer verantwortungsvollen Entwicklung und Ökologisierung im Donauraum
• Entwicklung einer neuen Kultur des transdisziplinären Denken und Handelns
• Mediation von Prozessen und Dissemination der Ergebnisse
Ein charakteristisches Element im Donauraum, in Bezug auf Umweltfragen, ist ein signifikantes Zusammenwirken der Regionen, die sehr unterschiedlich in Raum und Funktion sind, aber doch eine gleichförmige räumliche Übereinstimmung aufweisen, die durch einen wechselseitigen kulturellen, sozialen, ökonomischen und natürlichen Austausch von Informationen geprägt sind.
Als ein Programm für die Zukunft soll mit der ‚Ökologisierung im Donauraum’ eine nachhaltige Entwicklung einer integrierten Raumentwicklung eingeleitet werden. Dies soll durch Bewusstseinsbildung in allen Bereichen der Politik und gesellschaftlichen Bereichen möglich sein, durch Einführung neuer rechtlicher und ökonomischer Instrumente die eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Im Rahmen der Donauraumstrategie werden zukünftig weitere Projekte erfolgen, die Fragen einer multifunktionalen Landnutzung im Sinne ´lernender Regionen´ zu verankern.
Mit dem Programm ´Ökologisierung des Donauraumes’ wird versucht, die Realisierung von ökologischen Prinzipien in sozioökonomische, rechtliche, technologische und humanwissenschaftliche Strukturen und politisch-administrative Systeme einzubinden. Ökologisierung bedeutet, eine nachhaltige Entwicklung als eine fortlaufende Aufgabe im Bildungswesen und innerhalb aller politischen Ebenen zu verankern.
160Universität für Bodenkultur Wien - European Forest Institute Central-East European Regional Office (EFICEEC), BOKU Departments für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und für Wald- und Bodenwissenschaften

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  • Forschung
  • Internationale Kooperation
Das Regionalbüro des Europäischen Forstinstituts (EFI) für Zentral-Osteuropa (EFICEEC) soll ein Zentrum für forstliche Forschung und Entwicklung und ein Bindeglied zu Forstpolitik und Praxis in der Region werden. Das Regionalbüro EFICEEC ist Zeichen der Umsetzung der Strategie 2022 des EFI, welche zum Ziel hat, forstliche Netzwerken und deren Aktivitäten im Rahmen des EFI stärker in einer Region direkt zu verankern.
Die Hauptziele von EFICEEC sind dabei die institutionalisierte Netzwerkbildung zwischen waldrelevanten Forschungseinrichtungen (Universitäten, Forstliche Forschungs- und Versuchsstätten) und der Beitrag zu allen fünf Kernkompetenzen des EFI (Forschung, Netzwerkbildung, Informationsvermittlung, Capacity Building und Politik-Beratung).
Diese Ziele umfassen:
- Aufbau und Entwicklung eines Netzwerks forstlicher Institutionen in der CEE-Region und soll ein Katalysator für forstliche Forschung und andere funktionale Bereiche werden
- Ausbau von internationaler Forschung mit inter- und transdisziplinären Schwerpunkten, die auf den Säulen „Forstpolitik- und Innovationsforschung“, „Landnutzung“ und „Waldökosystemmanagement“ aufbauen
- Entwicklung von stabilen Partnerschaften und Konsortien mit CEE-Partnern im Rahmen der europäischen Forschungslandschaft
- forcierte Zusammenarbeit mit der EU (besonders im Zusammenhang mit den neuen EU-Mitgliedstaaten) und internationalen Organisationen inkl. Expertenleistungen und Politikberatung
- Unterstützung forstlicher Themen: es gilt, den europäischen Kollaborationsgedanken in der CEE-Region zu etablieren und für die CEE-Region typische Themen in der europäischen Forschungsagenda zu positionieren
- Einsatz internationaler Curricula und Lehrprojekte, um junge Wissenschaftler aus der CEE-Region stärker in die Aktivitäten von EFICEEC einzubinden und Mobilität zu unterstützen
- Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen Wissenschaft und Politik sowie Wissenschaft und Wirtschaft im CEE-Raum
165Universität für Bodenkultur Wien - Rektorat, Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit

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  • Verwaltung und Management
Eines der Leuchtturmprojekte für Nachhaltigkeit an der BOKU ist das CO2- Kompensationssystem welches 2011 aufgebaut und gestartet wurde. Durch das Kompensationssystem können Privatpersonen sowie öffentliche und private Einrichtungen ihre Flugreisen bzw. ihren CO2 Ausstoß kompensieren. In den ersten 3 Monaten nach dem Start konnten bereits 3 Großkunden gewonnen und über 10.000€ für Klimaschutzprojekte eingenommen werden.

Die BOKU-Klimaschutzprojekte, die von BOKU-ForscherInnen geleitet werden, gehen über die reine Kompensation von CO2 bzw. THG hinaus und haben das Ziel, innovative Klimaschutzmaßnahmen im Gastland umzusetzen. Das BOKU CO2-Kompensationssystem ist damit das erste System, das ausschließlich Klimaschutzprojekte im universitären, interdisziplinär geprüften Rahmen zur Kompensation anbietet. Ziel dieser Projekte ist es, -neben der Vermeidung von THG - Bildung im Sinne des Klimaschutzes durch begleitende Forschung zu fördern und somit einen nachhaltigen, strukturellen sowie interdisziplinären Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Bei der Auswahl der BOKU-Klimaschutzprojekte wird eine Reihe von nachhaltigen Kriterien angewendet welche von einem externen Beirat geprüft werden. So müssen BOKU-Klimaschutzprojekte neben quantifizierbaren Klimaschutzwirkungen auch weitere Nachhaltigkeitsaspekte sowie Multiplikatoreffekte in Forschung und Weiterbildung aufweisen. Mit der Umsetzung des ersten Projektes in Äthiopien werden über die Projektlaufzeit durch Aufforstung von 30 Hektar brach liegender Fläche etwa 6.000 Tonnen CO2 gebunden.

Mittelfristiges Ziel ist es, das System auszuweiten, um verschiedenste Emissionen (nicht nur Flugemissionen) zu berechnen und kompensieren, weitere Klimaschutzprojekte der BOKU zu etablieren bzw. auszuweiten sowie weitere Geschäftskunden zu gewinnen. Längerfristig ist - durch eine Kombination von wissenschaftlicher Begleitforschung und praktischer Erfahrung in der Projektbetreuung - eine Weiterentwicklung von Kompensationsstandards geplant, die über die reine Zielerfüllung (CO2-Kompensation) hinausgehen soll.
166Universität für Bodenkultur Wien - Rektorat, Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit

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  • Strukturelle Verankerung
Seit Juni 2010 vernetzt das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit inhaltlich Institute, Departments, Plattformen und Initiativen an der Universität für Bodenkultur, die u.a. im Bereich Globaler Wandel und Nachhaltigkeit forschen und lehren (z.B. Klimawandel & Klimaschutz, Nachhaltigkeit in Ernährungssicherung, Verkehr, Abfallwirtschaft, Wasserversorgung). Dabei geht es sowohl um Vernetzung, Kooperationen, Wissensaustausch und Synthesearbeit in Forschung, Lehre, Wissenstransfer, Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit national und international.

Die allgemeinen Ziele des Zentrums sind:
- Förderung der interdisziplinären und transdisziplinären Kooperation in der Forschung an der BOKU in den Bereichen Nachhaltigkeit sowie globaler Wandel – intern sowie extern
- Förderung und Koordination einschlägiger Lehre und Abhaltung von Lehrveranstaltungen zu globalem Wandel und Nachhaltigkeit in Kooperation mit BOKU-internen und externen Partnern.
- Vorbereitung von strategischen inneruniversitären Entscheidungen sowie verstärkte Umsetzung der Nachhaltigkeit an der BOKU sowohl in Forschung und Lehre als auch im täglichen Betrieb (Betriebsökologie)
- Unterstützung bei der Vernetzung der Nachhaltigkeits-Kompetenz an der BOKU mit einschlägigen externen Einrichtungen und Personen im In-und Ausland
- Bereitstellung von Informationen für Öffentlichkeit und Entscheidungsträger, sowie Beratungstätigkeit im öffentlich-rechtlichen Raum zur Wahrung der gesellschaftspolitischen Verantwortung der Universität

Um seine Ziele zu erreichen verfolgt das Zentrum eine Reihe von Funktionen und Aktivitäten. Es übernimmt für ausgewählte Initiativen eine Koordinationsrolle (u.a. Nachhaltige BOKU, Ethikplattform, Joint Programming, Climate Change Centre Austria, Klimaservice) und bringt sich im Bereich Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit ein. Im Rahmen dieser Tätigkeiten hat sich das Zentrum auch zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein zu Themen der Nachhaltigkeit zu fördern, sowie Entscheidungsträger als auch eine breite Öffentlichkeit mit Informationen zu versorgen und dadurch die Universität bei der Wahrnehmung ihrer sozio-politischen Verantwortung zu unterstützen.
187Universität für Bodenkultur Wien - Institut für Ökologischen Landbau der Universität für Bodenkultur

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  • Forschung
Kann Spiritualität das Dreieck der Nachhaltigkeit um eine vierte Dimension ergänzen und uns damit ein Stück weiter bringen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft? Dies ist eine von vielen spannenden Forschungsfragen, denen das Forschungsprojekt „Umgang mit der Schöpfung“, kurz UmiS, in einem inter- und transdisziplinären Forschungssetting auf den Grund geht: Gemeinsam mit vier österreichischen und zwei deutschen Benediktinerklöstern und wissenschaftlichen Partnern aus sechs unterschiedlichen institutionellen Kontexten sollte möglichst ganzheitlich geklärt werden, wie Klöster mit der „Schöpfung“ umgehen. Dabei wurde aus der Perspektive der Soziologie, Theologie, Ökologie, Ökonomie, Geschichte und Pädagogik untersucht, auf welche Weise sich Benediktinerklöster mit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung auseinandergesetzt haben, inwiefern Klöster, was nachhaltige Entwicklung betrifft, als gestaltende wie orientierende Kraft für die Gesellschaft wirken können und welche spirituellen, historischen, wirtschaftlichen, strukturellen und pädagogischen Faktoren dazu beitragen, dass Lebens- und Wirtschaftsweisen im Einklang mit der Schöpfung stehen.
Für die Bearbeitung dieser umfassenden Forschungsfragen gewährten uns die sechs Partnerklöster einen intensiven Einblick in ihre speziellen Lebens- und Wirtschaftsweisen.

Die Ergebnisse dieser Forschung liefern bislang wenig kommunizierte Einblicke in nachhaltige Lebensstile und alternative Wirtschaftspraktiken. Nicht zuletzt durch die transdisziplinäre Konzeption des Forschungsprojektes wurde der Diskurs zur Nachhaltigkeit unter den geistlichen und weltlichen Akteuren in den Klöstern intensiviert. Neben den Klosterakteuren, werden auch Schüler, Studierende, die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft durch die Dissemination und Weiterbearbeitung dieser Forschungsfrage dazu angeregt, sich mit alternativen Lebens- und Wirtschaftsstilen am Beispiel von Benediktinerklöstern auseinanderzusetzen.
188Universität für Bodenkultur Wien - Fachstudienkommission Umwelt- und Bioressourcenmanagement

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  • Lehre und Curricula
Die Studienplanreform der Umwelt- und Bioressourcenmanagement (URBM) Curricula

Der mittlerweile bestbesuchte Studiengang der Universität für Bodenkultur, Wien wurde 2003 für fünfzig Studierende pro Wintersemester ins Leben gerufen. Ende Wintersemester 2011/2012 glänzte UBRM mit mehr als 400 inskribierten Erstsemestrigen.

Die Fachstudienkommission Umwelt- und Bioressourcenmanagement hat 2010/11 als 18-köpfiges Gremium und mit Hilfe fachkompetenter Lehrender die Ziele erreicht, Bachelor- und Masterstudium besser zu vernetzen und gleichzeitig die Antragsquote auf individuelle Masterstudien gesenkt.

In zwei Arbeitsgruppen (Bachelor und Master), ausgestattet mit einer Tutorin und engagierten GruppensprecherInnen, wurden in 16 Arbeitssitzungen und mehreren hundert Stunden Arbeit, beide Curricula überarbeitet.

Ausschlaggebende Inputs hierfür lieferten Erhebungen von Studienvertretung und Universität, Kriterien über finanzielle Bedeckbarkeit und Kostenneutralität, Orientierung am Mustercurriculum und die Gegebenheit der Dreisäuligkeit (Naturwissenschaften, Technik und Sozioökonomie) der Universität für Bodenkultur.

Die Studien wurden neu strukturiert, im Profil geschärft und vorhandene Vertiefungsmöglichkeiten erweitert. Das sozioökonomische Alleinstellungsmerkmal wurde erhalten, die Studien inhaltlich attraktiver und dem tatsächlichen ECTS-Arbeitsaufwand besser angeglichen.

Informationsveranstaltungen, öffentliche Diskussion, schriftliche Verständigungen und erweiterte Sprechstundenzeiten der Österreichischen HochschülerInnenschaft halfen die Neuerungen publik zu machen. Die erarbeiteten Äquivalenzlisten sind bemüht klar formuliert und haben keine Auslaufzeiten.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Curricula-Projektes ist durch monatliche Sitzungen und enge Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehre, Senat und Rektorat sichergestellt.

Was dieses Projekt so einreichungswürdig macht, ist die positive Resonanz auf diese erfolgreiche und gründliche Überarbeitung eines Studiums der Nachhaltigkeit.
118Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) - Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung Department für Wirtschafts- und Managementwissenschaften

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  • Lehre und Curricula
Wissenschaftlichen Untersuchungen zu Folge erwartet man bei Erdöl eine Reichweite von 40 Jahren, bei Erdgas 60 Jahre. Steigende Rohstoffpreise, Klimaerwärmung und Naturkatastrophen sind weitere Faktoren, die die Lebenserhaltungskosten für die Menschen bereits in die Höhe treiben.
Bis 2050 verfolgt Österreich die Vision energieautark zu werden. Mit Hilfe von Wind-, Sonnen-, Wasserkraft und Biomasse soll Österreich seine Energieunabhängigkeit erreichen. Neben wirtschaftlicher und politischer Unabhängigkeit birgt der Ausbau von erneuerbarer Energie gleichzeitig die Chance auf Wachstum in dieser Branche – steigende Umsätze und Beschäftigung.
Der Universitätslehrgang „MSc für Energie Autarkie Engineering und Management bildet Experten und Expertinnen für eine professionelle Beratung und Planung auf diesem zukunftsträchtigen Wirtschaftssektor aus. Wesentlicher Bestandteil dieses Lehrganges liegt im Energiemanagement, das in technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Teilbereichen unterrichtet wird. Die Studierenden werden mit den rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des regenerativen Energiesektors vertraut gemacht und erlernen, die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Energie Autarkie Projekte zu bewerten. Durch die Bearbeitung von Best Practice Beispielen erwerben Sie das Know-how zur richtigen Abschätzung der Anwendbarkeit unterschiedlicher Konzepte zur Energie Effizienz und Autarkie. Lerninhalte zum Thema Nachhaltige Mobilität runden das umfangreiche Programm ab.
Dieser Lehrgang vermittelt Know-how von Profis für Profis
Exzellentes Know-how für die Erstellung von Energie- und Autarkie-Konzepten, praxisorientiert vermittelt von erfahrenen und zukunftsorientierten TechnikerInnen und ExpertInnen – eigener Schwerpunkt in Akquisition, Coach – Verhalten und Eigen – Marketing
Hochklassige Lehrgangspartner wie BLT Wieselburg, Klimabündnis Österreich, E5, klima:aktiv, Österreichische Energieagentur, Lebensministerium
Frühzeitiger Einstieg in einen riesigen Wachstumsmarkt mit Marketing – Unterstützung durch die Fachgruppen der Ingenieurbüros.
125Universität Graz (Karl-Franzens-Universität Graz) - Institut für Geographie und Raumforschung (Leiter: O.Univ.-Prof. Dr. Friedrich M. Zimmermann)

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  • Forschung
  • Verwaltung und Management
Nachhaltigkeit ist modern, alle sprechen über sie. Nachhaltigkeit ist auch speziell: die Universität Graz erweitert ihre Mobilitätsstrategie ständig, mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, auf innovative Art.

Das Ziel, die nachhaltige Mobilität an der Universität Graz ständig zu stärken und nunmehr Barrierefreiheit und „Mobility for All“ zu integrieren, fußt auf vier Projekten:

1. Im Projekt „Nachhaltige Mobilität am Campus der Universität Graz – alternativ und barrierefrei“ wurden Rad- und Fußgängerverkehr analysiert. Erstmals wurde barrierefreie Mobilität inkludiert.

2. Im Rahmen von „Sustainability4U“ wurde die (Fahrrad)Mobilität und die Vernetzung der Radwege auf die 4 Grazer Universitäten im Projekt „UniMobil4U“ ausgeweitet.

3. Im Habilitationsprojekt von Frau Assoz. Univ.-Prof. Dr. Susanne Janschitz wurde die nachhaltige Mobilität um die Barrierefreiheit und das „Design for All“ erweitert: Unabhängig vom individuellen Mobilitätsgrad soll man sich am Campus ungehindert bewegen können. Kern des Projektes ist die Modellierung eines Geographischen Informationssystems (GIS) unter dem Motto: „Mobilität für ALLE“. Eine barrierefreie Web-Visualisierung soll bedarfsorientiert, modular und multimedial als Karte gestaltet werden. „Als RollstuhlfahrerIn wollen Sie wissen, wo der nächste barrierefreie Parkplatz ist.“ Durch die Standortbestimmung rechnet GIS die exakte Lage des Parkplatzes aus und zeigt, „…welche Hindernisse warten auf mobilitätseingeschränkte Menschen zwischen Parkplatz und Einrichtungen“. Bislang wurden an der Universität Graz bereits große Hürden beseitigt. Handlungsbedarf besteht beim Zugang der Gebäude für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen.

4. Implementiert wird der Forschungsansatz mit der Umsetzung eines Online–GIS „for all“ für den Campus.

Allein mit einem webbasierten GIS, baulichen Veränderungen und einem barrierefreien Wegenetz ist es für nachhaltige Mobilität an der Universität Graz nicht getan. Wir ALLE müssen dazu beitragen, dass der Wunschgedanke nach einer weitgehenden Barrierefreiheit – insbesondere in unseren Köpfen – gelebte Zukunft wird:
Der Prozess ist begonnen, er muss fortgesetzt werden, unter dem Motto:
„UniMobility4ALL“
127Universität Graz (Karl-Franzens-Universität Graz) - Koordination: Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte Überfakultäre Curricula Kommission

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  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation



Mitdenken, mitreden, mitentscheiden – das steht für Studierende des neuen Masterprogrammes „Global Studies“ am Programm, das im Wintersemester 2010 erstmals an der Uni Graz gestartet ist. Es umfasst Ansätze aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.
Das viersemestrige Studium ist so aufgebaut, dass man im ersten Semester eine Grundausbildung absolviert, wo alle Themenbereiche in einer Art Querschnittausbildung vermittelt werden. Im zweiten Semester hat man dann die Möglichkeit, sich in zwei aus fünf unterschiedlichen Vertiefungsbereichen (das sind auch die fünf Themenbereiche) zu spezialisieren. Die Vertiefungsbereiche sind Recht und Politik, Ökonomie, Geschichte, Umwelt/Klima und Technologie und der Bereich Gesellschaft, Kultur, Religion und Geschlecht. Neben den Spezialisierungen sieht die Gliederung des Studiums im 3. Semester ein Berufspraktikum im Ausmaß von 10 Wochen vor. Die Unternehmen und Organisationen, wo das Praktikum absolviert werden soll, können von den Studierenden frei gewählt werden. Grundvoraussetzungen für die Zulassung zum Masterstudium sind lediglich 180 absolvierte ECTS-Punkte sowie Sprachfertigkeiten und ein breit gefächertes Interesse für globales Denken und komplexes Handeln.
Entgegen den übrigen Studienrichtungen, wo die Spezialisierung sehr weit vorangeschritten ist, versucht Global Studies ein integrales Wissen zu vermitteln. Absolventen und Absolventinnen von „Global Studies“ sollen vor allem in internationalen Organisationen und NGOs Karriere machen können. Die Bereiche, wo handwerkliche Fähigkeiten vermittelt werden, sind vor allem internationale Wirtschaft, also Kenntnisse über die Funktionsweise der Wirtschaft insgesamt, das Phänomen hochentwickelter Staaten, die ungleiche Entwicklung, internationales Recht, Kulturvergleiche und Wissen über internationale Organisationen. Es geht aber auch darum, mit Umweltproblemen konfrontiert zu werden und hier um eine spezifische Bewusstseinsbildung, aber auch um die Fähigkeit, Lösungsansätze interdisziplinär zu denken und umsetzen zu können. Wesentlich ist auch der interkulturelle Dialog, d.h. ein grundsätzliches Verständnis für fremde Kulturen und die Fähigkeit der Vermittlung – Kulturkompetenz – stehen im Mittelpunkt der Ausbildung. Am Tellerrand soll also nicht länger Schluss sein. Mehr über Global Studies erfahren Sie auf der Website des Studiums unter www.uni-graz.at/globalstudies
142Universität Graz (Karl-Franzens-Universität Graz) - Abteilung Gebäude und Technik, Verwaltungseinheit

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  • Verwaltung und Management
Siehe Langbeschreibung
183Universität Graz (Karl-Franzens-Universität Graz) - Institut für Geographie und Raumforschung, (Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz)

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  • Studentische Initiativen
  • Lehre und Curricula
Im Folgenden werden die vier Spielinhalte kurz beschrieben, die auch als aufwendig gearbeitete Prototypen an der Universität Graz vorliegen.
Boom: In diesem Spiel wird eine Wirtschaftsmacht dargestellt, die den ständig wachsenden Energiehunger der Gesellschaft decken muss. Jede Wirtschaftsmacht hat nur eine begrenzte Menge an nichterneuerbaren Ressourcen zur Verfügung, die jedoch – wie in der Realität –stetig abnehmen. Passt man nicht auf und ist das Gleichgewicht zwischen Ressourcen und Wirtschaft gestört, kommt es unweigerlich zum Zusammenbruch. (Partyspiel, 2-8 Spieler, ab 10 Jahren)
Superjörg rettet die Welt: Ziel des Spiels ist es, die Erde vor der sicheren Vernichtung durch Umweltsünder zu retten, aber auch gleichzeitig einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Gesellschaft zu erzielen. Der ökonomische Gewinn wird von einzelnen Spielern erreicht, der Weltuntergangszähler wird von allen Spielern beeinflusst und wirkt sich auf den gesamten Spielablauf aus. (Erwachsenenspiel, 2-4 Spieler, ab 16 Jahren)
Freddy der Frosch: Freddy der Frosch lebt in einem arg verschmutzten Teich. Leider sind alle anderen Teichbewohner an einen schöneren Ort gezogen und haben Freddy alleine mit dem Müll zurückgelassen. Der traurige Frosch bittet die Kinder verzweifelt, ihm dabei zu helfen, seinen Teich zu säubern. Die Kinder müssen auf richtige Mülltrennung achten und mittels Magnetangeln den Müll aus dem Teich fischen und diesen den richtigen Mülltonnen zuordnen. (Kinderspiel, 2-10 Spieler, ab 4 Jahren)
Flora, rette die Umwelt: Das Spiel gestaltet sich wie ein Tagesablauf im Leben eines Schulkindes. Dabei können Situationen, welche durch Aktionsfelder dargestellt werden, auftreten, die entweder umweltfreundlich oder umweltbelastend sind. Wird auf einem Aktionsfeld richtig gehandelt, darf eine Abkürzung zum Ziel des Schulweges genommen werden, wird falsch gehandelt, fällt man zurück. Wer als erster das Ziel passiert, hat gewonnen. (Kinderspiel, 2-6 Spieler, ab 6 Jahren).
198Universität Graz (Karl-Franzens-Universität Graz) - Institut für Geographie und Raumforschung

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  • Forschung
  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
Klimaschutz ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Universität Graz ist sich dessen bewusst und übernimmt Verantwortung für ihre Treibhausgas-Emissionen. Mit dem 2011 gestarteten Projekt "Klimaneutrale Universität Graz" sollen in der Verwaltung Prozesse in Gang gebracht werden, die mittelfristig dazu führen, dass die Universität Graz in Summe kein CO2 mehr in die Atmosphäre einbringt.

Im Mittelpunkt steht dabei die Einbindung aller AkteurInnen. Im Rahmen eines Projektteams und über die Projekt-Website www.uni-graz.at/klimaneutral sind alle Studierenden und MitarbeiterInnen eingeladen, ihre eigenen Lösungsideen einzubringen und die Vorschläge der anderen zu loben oder konstruktiv zu kritisieren.

Den Auftakt für diese Einbindung der Stakeholder macht dabei die Aktion "Klimaschutz? Ja bitte!". Durch positiv formulierte Hinweise auf die Zusammenhänge zwischen alltäglichen Entscheidungen und den daraus resultierenden Treibhausgas-Emissionen soll die intrinsische Motivation geweckt werden, den eigenen CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Dazu dient neben einer Reihe von Info-Plakaten und einer groß angelegten Kampagne in allen Uni-Medien vor allem ein eigens konzipierter CO2-Rechner auf der Uni-Website. Mit diesem können Bedienstete und StudentInnen nicht nur Ihr eigenes CO2-Sparpotenzial berechnen, sondern auch attraktive, klimafreundliche Preise gewinnen.

Neben der praktischen Relevanz stellt das Projekt aber auch wissenschaftlich hohe Ansprüche. Als Teil eines transdisziplinären Dissertationsprojekts wird anhand des Fallbeispiels Universität Graz untersucht, wie es gelingen kann, langfristig orientierte Klimaschutzpläne so zu gestalten, dass sie in weiterer Folge auch tatsächlich umgesetzt werden. Hintergrund dieser Fragestellung ist die Tatsache, dass mittlerweile zwar viele Unternehmen Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln lassen, diese dann aber oft in irgendeiner Schublade verstauben - und das, obwohl es in der Theorie jede Menge gut durchdachter Ansätze gibt. Hier sollen parallel zur praktischen Anwendung Instrumente entwickeln werden, die es auch anderen Unternehmen erlauben, einen ähnlichen Weg hin zur Klimaneutralität einzuschlagen.
191Universität Innsbruck (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck) - Vizerektorat für Infrastruktur

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  • Forschung
  • Verwaltung und Management
Für die Sanierung der Gebäude der Architektur- und Bauingenieurfakultäten wurde seitens der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) gemeinsam mit der Universität Innsbruck ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben, dessen Ziel es war die beiden Hauptgebäude mit den direkt angrenzenden Nebengebäuden Brandschutztechnisch und ArbeitnehmerInnenschutzrechtlich zu sanieren und wesentliche Verbesserungen im Bereich der Engergieeffizienz zu erlangen. Das Wettbewerbsergebnis konnte sodann im Sommer 2009 präsentiert werden.

Nach der Konkretisierung des Siegerprojektes von ATP-Innsbruck und Erarbeitung eines Detailentwurfes wurde mit der BIG vereinbart, das Hauptgebäude der Bauingenieurfakultät beim FFG Forschungsprogramm "Haus der Zukunft Plus" unter Projektbegleitung des Büros e7-Energie Markt Analyse GmbH aus Wien als zukunftsweisendes Projekt im Bereich der Energieeffizenz einzureichen.
Mittels umfassender Simulationsberechnungen und unter Zuhilfenahme neuester Erkenntnisse im Bereich des Energieeffizienten Bauens sollte es gelingen, die zu erwartenden Energiekosten für den laufenden Betrieb um bis zu 80% zu reduzieren.

Zur Erreichung dieses für ein öffentliches Gebäude aus unserer Sicht hochgesteckten Ziels wird neben den üblichen Verbesserungen im Bereich der Wärmedämmung, auch die Geothermie mittels Sonden in das Projekt einfließen.
Zur Verbesserung der Beleuchtungssituation wird versucht mittels "Lichtfallen" den Erschließungskern natürlich zu belichten um neben dem Wärmeenergiegewinn im Winter auf elektrische Energie verzichten zu können.
Zur Vermeidung der sommerlichen Erwärmung wird, mittels eingebauter permanenter "Luftfallen" im Bereich der Gangtrennwände und der im Fassadenkonzept vorgesehenen Senk- Klappflügel mit integrierter Prallscheibe die natürliche Nachtabkühlung ausgenutzt und der Gebäudekern mittels gesteuerter "Nachstpühlung" gekühlt. Der Sonnenschutz ist hinter der integrierten Prallscheibe montiert und kann jederzeit, frei von Witterungseinflüssen (z.B. Föhnsturm) bedient werden. Verbesserungen im Bereich der Lichtsteuerung und der Leuchtmittel sind selbstverständlich.
168Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Forschung
Das Institut für Umweltrecht hat bei der Auswahl und Durchführung seiner Forschungs- bzw Projektthemen in den verschiedensten Bereichen des Umweltrechts immer wieder das Prinzip der Nachhaltigkeit zugrunde gelegt. Nunmehr wurde in der Studie „Ökonomische Instrumente im Wasserschutzrecht“ die Umsetzung des Art 9 Wasserrahmen-RL in das österreichische Recht im Hinblick auf das Verursacherprinzip näher untersucht.
Dabei wurden insbesondere folgende Fragen gestellt:
* Wie sind die Umweltkosten rechtlich determiniert, wie stellt sich die rechtliche Ausgestaltung näher dar?
* Wie kann das Verursacherprinzip in Österreich im Sinne der WRRL rechtlich konsequent und umfassend implementiert werden?
* Wie kann der Begriff Wassernutzung definiert werden und worin liegt die Abgrenzung zwischen Wasserdienstleistung und Wassernutzung?
* Wie ist Art 9 WRRL korrekt auszulegen und im WRG umzusetzen?
* Was wären die Folgen in Hinblick auf die Einhaltung und Erreichung der Umweltziele der WRRL wenn der Artikel 9 in Österreich nur im geforderten Mindestausmaß umgesetzt wird?
* Könnte das französische oder lettische Modell auch in Österreich Anwendung finden? Wenn ja, was wäre dafür notwendig?
Im Rahmen der Studie wurden eine europarechtskonforme Interpretation des Art 9 WRRL sowie entsprechende Möglichkeiten der Umsetzung in von Österreich ausgearbeitet. Weiters wurde aufgezeigt, wie eine ausgewogene Wassergebührenpolitik in Österreich aussehen bzw rechtlich gestaltet werden könnte. Dabei wurde nachgewiesen, dass in Österreich noch in vielen Bereichen Anpassungsbedarf besteht. Insbesondere die Einschränkung des Wasserdienstleistungsbegriffes auf kommunale Leistungen der Wasserver- und Abwasserentsorgung in § 55e WRG widerspricht Art 9 WRRL. Ferner werden bislang weder Umwelt- und Ressourcenkosten internalisiert, noch die Subventionen nach den Vorgaben des Art 9 gewährt. Um in Österreich eine verursachergerechte und kostendeckende Wasserbepreisung einzuführen, bedarf es sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene an den einschlägigen Gebührenregelungen Änderungen bzw zT auch die Einführung neuer Abgaben (zB auf diffuse Verschmutzung).
169Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Forschung
Das Institut für Umweltrecht hat bei der Auswahl und Durchführung seiner Forschungs- bzw Projektthemen in den verschiedensten Bereichen des Umweltrechts immer wieder das Prinzip der Nachhaltigkeit zugrunde gelegt. Eines der aktuellen Projekte befasst sich mit einem möglichen Beitrag zur Lösung der Treibhausgasproblematik.
Der Hintergrund des Projektes „CCS-Potential - Carbon Capture and Storage - Technical Requirements and Legal Framework in Austria“ ist die derzeit zu bemerkende massive Steigerung des weltweiten Primärenergieverbrauchs. Dies bedeutet nämlich zugleich auch ein Ansteigen der Emissionen an Treibhausgasen im gleichen Ausmaß.
In der wissenschaftlichen Diskussion wird vielfach die geologische Speicherung von Kohlendioxid (englisch CCS = Capture and Storage of Carbon Dioxide in geological structures) als Brückentechnologie in Bezug auf Treibhausgas-Emissionen betrachtet. Im Rahmen von CCS wird bei großen stationären CO2-Quellen das CO2 aus dem Abgasstrom abgetrennt, gereinigt und zu geeigneten geologischen Strukturen transportiert, wo es verpresst und derart (zwischen)gelagert werden soll.
In Umsetzung der EU-CCS-RL 2009/31/EG wurde CCS in Österreich mit dem sogenannten „CCS-Verbotsgesetz“ (BGBl I 2011/144) zwar grundsätzlich bis mindestens 2018 verboten. Kleinere Versuchsanlagen zur Evaluierung und Weiterentwicklung dieser Technologie sind aber nach wie vor zulässig.
Ziel des gegenständlichen Projektes ist es daher, die Möglichkeiten von CCS aus technischer und legistischer Sicht umfassend zu beleuchten. Aus rechtlicher Sicht interessieren zunächst Fragen der Abscheidung und des Transportes (Straße/Schiene/Schiff/Pipeline), vor allem aber Probleme der Speicherung: Hier sind zum einen Nutzungskonflikte mit anderen Boden- bzw Wassernutzungen abzuklären, andererseits stellen sich in vielen Bereichen des Umweltrechts maßgebliche Fragen. Zum Teil scheinen diese Fragen bereits nach geltender Rechtslage lösbar, andere Fragen bedürfen jedoch soweit ersichtlich noch einer legistischen Klärung.
So soll mit dieser Studie ein Beitrag zu einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen geleistet werden.
171Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Forschung
Der Energieausweis – ein „Typenschein“ für Gebäude - muss seit 1. Januar 2008 für Neubauten und seit 1. Januar 2009 auch für Altbauten erstellt und vorgelegt werden, wenn das Objekt verkauft oder vermietet werden soll. Im Gebäudebereich besteht ein enormes Energiesparpotential. Durch die Vorlage des Energieausweises soll es zu einer besseren Information von Käufern und Mietern kommen. Dadurch will man auf dem marktwirtschaftlichen Weg die Nachfrage nach energiesparenden Objekten steigern.
Das neue Rechtsinstrument wirft vor allem im rechtlichen Bereich viele Fragen auf. Ziel des Projekts ist die umfassende Darstellung der rechtlichen Folgen der Einführung des Energieausweises. Damit wird Pionierarbeit geleistet. Bislang wurden in Österreich nur vereinzelt und auch nur punktuell Fragen des Energieausweises behandelt.
Im Vordergrund stehen Haftungslagen des Immobilieneigentümers bzw des Energieausweiserstellers bei fehlerhaftem Energieausweis. Dabei liegt der Fokus auf der Herausarbeitung der Pflichten des Energieausweiserstellers einerseits und des Auftraggebers bei der Erstellung eines Energieausweises andererseits. Welche Informationen müssen von Seiten des Auftraggebers beigestellt werden? Was sind die Rechtsfolgen eines fehlerhaften Energieausweises? Auf welche Probleme muss der Energieausweisersteller den Auftraggeber hinweisen? Um nur einige der Fragen zu nennen. Besonderen Stellenwert nehmen aber auch die Weiterentwicklung des Energieausweises und die daraus resultierenden rechtlichen Folgen ein.
Aufgrund der großen Praxisrelevanz – der Energieausweis ist bei jeder Vermietung und bei jedem Verkauf vorzulegen – sind die Ergebnisse dieses Projektes von besonderer Bedeutung nicht nur die Wissenschaft, sondern für alle mit dem Energieausweis befassten Akteure. Das Institut für Umweltrecht liefert einmal mehr einen wichtigen Beitrag zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme.
172Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Forschung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Das Institut für Umweltrecht ist seit Beginn an der Entstehung der Zeitschrift „Recht der Umwelt“ („RdU“), die seit 1994 im Verlag Manz erscheint, maßgeblich beteiligt. Prof. Kerschner ist der Initiator der Zeitschrift, er ist von Beginn an als Redakteur und Schriftleiter der Zeitschrift tätig.
RdU ist die erste Fachzeitschrift Österreichs, die sich speziell mit allen Bereichen des Umweltrechts beschäftigt.
Immer wieder werden in den unterschiedlichen Zusammenhängen implizit und explizit Themen der Nachhaltigkeit behandelt.
Im Jahr 2004 erschien erstmals die Beilage „Umwelt & Technik“ (U&T). Mit dieser Beilage wird ein Konzept der Vernetzung rechtlicher und naturwissenschaftlich-fachlicher Zugänge, die bei den vielfältigen Problemstellungen des umweltrechtlichen Vollzugs konstruktive und tragfähige Lösungen ermöglicht, verfolgt. Schriftleitung und Redaktion für die Beilage werden von Hon.-Prof. RA Dr. Wilhelm Bergthaler besorgt, der seit vielen Jahren am Institut für Umweltrecht wirkt und seit Jänner 2010 neben Prof. Kerschner und Univ.-Prof. Dr. Eva Schulev-Steindl LLM (Boku Wien) Redakteur der RdU ist.
Die Beilage enthält aktuelle Fachbeiträge über die technischen Aspekte des Umweltrechts und zusätzlich ein ÖNORMEN-Update mit den im Umweltrecht relevanten Änderungen.
Die Zeitschrift „Recht der Umwelt“ wird seit 1996 von der gleichnamigen Schriftenreihe ergänzt. Der Herausgeber, Univ.-Prof. Dr. Kerschner, hat sich zum Ziel gesetzt, mit dieser Schriftenreihe eine Sammlung bedeutender umweltrechtlicher Monographien zu schaffen. Daneben finden sich auch Tagungsbände von Veranstaltungen, die wichtige Themen des Umweltrechts betreffen.
Seit 2004 erscheint in dieser Reihe auch das „Jahrbuch des österreichischen und europäischen Umweltrechts“. Mit Stand Ende 2011 sind bereits 32 Bände erschienen, ein Band befindet sich in Druck und drei Bände sind in Vorbereitung.
Ein beträchtlicher Teil der Bände thematisiert ausdrücklich die Nachhaltigkeitsproblematik.
173Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
Im Studienschwerpunkt Umweltrecht werden an der JKU bereits seit dem Wintersemester 1999/2000 erfolgreich UmweltjuristInnen ausgebildet.
Was zunächst auf Initiative des IUR als Pilotprojekt begann, ist mittlerweile eine nachhaltige Erfolgsgeschichte: Der Studienschwerpunkt Umweltrecht, der am IUR in seiner konkreten Ausgestaltung entwickelt wurde und hier nach wie vor maßgeblich organisiert und betreut wird, stellt seither die bislang österreichweit einzige vertiefende Ausbildung für JuristInnen im Bereich des Umweltrechts im Rahmen eines sog Studienschwerpunkts Umweltrecht des juristischen Diplomstudiums dar. Art, Inhalt und Umfang der LVAs konnten im Studienplan des juristischen Diplomstudiums der JKU verankert werden.
Im Sinne einer interdisziplinären, praxisorientierten Ausbildung umfasst der Studienschwerpunkt neben den rechtlichen Lehrveranstaltungen, die einen breiten Querschnitt des Umweltrechts bieten, auch Lehrveranstaltungen über die Grundzüge der verwandten Umweltwissenschaften (Ökologie, Ökonomie, Verfahrenstechnik). Diese Lehrveranstaltungen tragen wesentlich zum tieferen Verständnis der Rechtsprobleme des Umweltrechts und einer nachhaltigen Ausrichtung bei.
Der Studienschwerpunkt wurde von Beginn an außerordentlich gut angenommen. In nunmehr 12 Jahren sind so ca 600 UmweltjuristInnen ausgebildet worden, die sich in der Praxis hervorragend bewähren: AbsolventInnen bekleiden leitende Positionen in unterschiedlichsten umweltrechtlichen Betätigungsfeldern.
Der Erfolg des Studienschwerpunkts ist nicht nur den oben dargestellten vorgegebenen Inhalten zu verdanken, sondern ständig hinzutretenden weiteren Aktivitäten, die zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsperformance beitragen, wie etwa derzeit ein Internationales Studierendenseminar zum „Recht der Naturressourcen“.
In sämtlichen genannten Seminaren und Veranstaltungen wird der interdisziplinäre Austausch verfolgt, nachhaltigkeitsaffine Themen werden jeweils kontextbezogen behandelt.
Durch die Aufnahme des Studienschwerpunkts auch in das Multimediastudium der Rechtswissenschaften können aufgrund des Wegfalls der Anreise wesentliche Nachhaltigkeitseffekte erzielt werden.
177Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Forschung
  • Internationale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
Das Institut für Umweltrecht veranstaltet seit 1996 alljährlich in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) die „Österreichischen Umweltrechtstage – Rechtspolitisches Forum für aktuelle Umweltrechtsfragen“. Neben dem aktuellen Überblick über die Neuerungen im österreichischen und europäischen Umweltrecht wird jeweils ein aktuelles umweltpolitisches Thema zur Diskussion gestellt: Die Themen lauteten wie folgt:
* Anlagengenehmigungsverfahren – Quo Vadis? (1996)
* Umweltrecht zwischen Gemeinschaftsrecht und Deregulierung (1997)
* Verkehrsrecht als Instrument des Umweltschutzes (1998)
* Neues Anlagenrecht und Stand der Technik (1999)
* Staat und Privat im Umweltrecht (2000)
* Verwaltungsreform und Umweltschutz (2001)
* Sanierung und Vermeidung von Umweltschäden (2002)
* Europarechtliche Planungsvorgaben und deren nationale Umsetzung – SUP / WRRL / Natura 2000 / Seveso II (2003)
* Umweltqualitätsziele - Chancen und Risken am Beispiel Wasser, Luft und Naturschutz (2004)
* Umweltrecht als Standortfaktor (2005)
* Naturkatastrophen und Störfälle (2006)
* Globale und individuelle Umweltverantwortung (2007)
* Umweltmedium Boden - Schutz und nachhaltige Nutzung (2008)
* Wasserkraft - Im Widerstreit öffentlicher Interessen (2009)
* Energieeffizienz – Neue Herausforderungen für Behörden, Betriebe und Gemeinden (2010)
* Abwägungen im Umweltrecht – Projektwerber versus Umweltinteressen? (2011)
Die 17. Umweltrechtstage sind bereits in Planung.
In den Vorträgen wie auch in den Plenardiskussionen sind wiederholt Fragen der Nachhaltigkeit im betreffenden Kontext Thema.
Überhaupt sollen im Rahmen der Österreichischen Umweltrechtstage Wissenschaftern wie auch Praktikern aktuelle Informationen zu umweltrechtlichen Themen im Allgemeinen und zu Fragen der Nachhaltigkeit im Besonderen zur Verfügung gestellt werden. Es wird auch versucht, eine Diskussion über diese Fragen in Gang zu bringen und diese Fragen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dazu werden die Beiträge und Ergebnisse der Umweltrechtstage jeweils publiziert. Damit steht dieses wesentliche Wissen noch einem viel größeren Adressatenkreis zur Verfügung.
178Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Forschung
  • Internationale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
Im Herbst 2008 wurde in Kooperation mit dem Institut für Universitätsrecht der JKU sowie dem Institut für betriebliche und regionale Umweltwirtschaft der JKU die Veranstaltungsreihe „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ ins Leben gerufen. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass eine nachhaltige ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung, vor allem die Bewältigung der fundamentalen Klimaprobleme, ein Mehr an Umweltbewusstsein, Umweltverantwortung und daher an umfassender Umweltbildung in allen Bereichen erfordern. Sie will diesen Herausforderungen für Universitäten, aber auch allen anderen Bildungseinrichtungen und für die Wirtschaft nachgehen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Bisher haben in dieser Reihe schon drei Veranstaltungen stattgefunden:
* Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (2008)
* Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Die neue Umwelthaftung (2009)
* Krisenvorsorge durch Nachhaltigkeit – Das neue europäische Umweltmanagement
EMAS III und das neue europäische Umweltzeichen (2010)
Die Ergebnisse der ersten beiden Tagungen wurden jeweils in der Schriftenreihe „Recht der Umwelt“ einer breiteren Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Beiträge der dritten Tagung wurden bislang lediglich aus dem Grund, dass die EMAS III-VO in Österreich noch immer nicht in das nationale Recht umgesetzt wurde, noch nicht publiziert.
179Universität Linz (Johannes Kepler Universität Linz) - Institut für Umweltrecht

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  • Forschung
  • Internationale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
Das Institut für Umweltrecht bietet zukünftig im Rahmen der Kooperation mit dem Institut für Umwelt- und Technikrecht Trier alle zwei Jahre abwechselnd an der JKU Linz und an der Universität Trier (Deutschland) jeweils Symposien zum europäischen Umweltrecht an.
Das erste Symposium zum europäischen Umweltrecht findet unter dem Titel "Europäisches Klimaschutzrecht" am 21. und 22.6.2012 in Linz statt.
Im Rahmen der vorgesehenen Themenschwerpunkte, nämlich Instrumente des Klimaschutzrechts, Anlagenrecht und Klimaschutz, Verkehr, Energieeffizienz, Landwirtschaft und Klimaschutz sowie Umweltstrafrecht werden vor allem auch Fragen der Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle spielen. Internationale Experten aus dem Bereich des Umweltrechts aus Deutschland, Tschechien und Vertreter der Europäischen Kommission werden Vorträge zu diesen Bereichen halten. Maßgebliche Akteure aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Behörden werden zudem im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen des Europäischen Klimaschutzrechts aus Sicht der Praxis erörtern.
122Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Institut fuer Physik & Biophysik, FB-MAFO Institut fuer Pflanzenoekologie, FB-OB

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  • Forschung
Motivation und Ziel: Flechten fallen in jene Kategorie von Organismen, welche extrem empfindlich auf Luftverschmutzung reagieren. So haben Bestandsanalysen von auf Bäumen wachsenden Flechten bei vorangegangenen Freiland-Erhebungen in naturnahen Erholungsräumen gezeigt dass deren Bestandsdichten und deren Artenvielfalt durch lang-andauernde Abgas-Expositionen drastisch abgenommen haben. Noch weiss man relativ wenig darüber welche Funktionseinheiten innerhalb des Flechtenorganismus darauf reagieren. Ziel dieser Studie soll es sein die genauen Wirkmechanismen der Luftverschmutzung auf die Vitalität Flechten zu erarbeiten

Methode: In dieser Studie wird in der 1ten Phase die Nanopartikel-Exposition durch Dieselabgase auf epiphytische Flechten untersucht. In einer 2ten Phase sollen Expositionsversuche mit Schadgasen erfolgen. Um die Zusammenhänge besser erfassen zu können ist die Studie als eine Serie von Laborexperimenten so konzipiert dass modulierende Umwelteinflüsse möglichst minimiert bzw. konstant gehalten werden. Dafür wird eine Expositionskammer benutzt in der die Proben so gehalten werden können die den natürlichen Bedingungen sehr nahe kommen. Die Exposition mit Diesel-Aerosolen und -Schadgasen kann auf diese Weise überwacht und dosiert werden. Die stressbedingten Änderungen der Flechten lassen sich anhand der Fotosynthese-Effizienz und dem Gasaustausch-Vermögen bestimmen.

Erste Ergebnisse: Vorab-Resultate deuten darauf hin dass weniger der Pilz als vielmehr der Algenpartner in dieser Symbiose Schaden nehmen. Diese Ersten Versuche belegen dass der Mix von Nano-Aerosolen und flüchtigen Verbindungen gezielt elementare Zwischenschritte in der Fotosynthese der Algen erheblich stören. Durch die chronische Exposition wird die Alge als Nährstoff-Lieferant für den Pilz derart geschwächt dass sie innert relativ kurzer zeit abstirbt und den Pilz aushungert, was letztlich zum Absterben der Flechte führt.
133Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Zentrum für Ethik und Armutsforschung

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  • Forschung
  • Regionale Kooperation
Das Zentrum für Ethik und Armutsforschung (ZEA) ist Kooperationspartner des ersten österreichischen Sozialfestivals "Tu was, dann tut sich was.". Hinter der Festival-Idee steht ein ganz einfacher Gedanke: Überall gibt es helle Köpfe und beherzte Menschen mit Ideen für ein besseres Zusammenleben. "Tu was, dann tut sich was." schafft für sie eine Gelegenheit, diese Ideen selbst umzusetzen. Das Festival bietet nicht nur einen organisatorischen Rahmen, sondern stellt auch Geld für die Verwirklichung eigener Ideen in Projekten zur Verfügung. Das ZEA begleitet gemeinsam mit dem Schwesterinstitut ifz – internationales zentrum für soziale und ethische fragen das Festival wissenschaftlich.
Das Sozialfestival fand 2011 erstmals im Lungau statt und wechselt jährlich die Region. Aktuelle Austragungsregion ist die Steirische Eisenstraße.
"Tu was, dann tut sich was." fördert Maßnahmen und Angebote, die das Miteinander der Generationen und Kulturen fördern, Armut und soziale Ausgrenzung bekämpfen, den Alltag in der Wirtschaft, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft menschlicher machen und kleinräumige Sozial- und Wirtschaftsbeziehungen stärken. "Gelebte Menschlichkeit" - die Devise des Festivals - ist auch ein Bild für ein nachhaltiges Miteinander.
Die wissenschaftliche Begleitung verfolgt u.a. folgende Fragestellungen:
1. Welches Wissen bzw. welche Vorstellung zur Situation in der Region hat die Bevölkerung (lokales Wissen, Armutswissen)?
2. Wie stark sind die Menschen mit der Region verbunden? Fühlen sich die Menschen integriert (regionale Identität)?
3. Fühlt sich Bevölkerung für die Region verantwortlich? Inwiefern sind die Menschen motiviert, etwas für die Zukunft ihrer Region im Sinne der Nachhaltigkeit zu unternehmen (für die Umwelt, für das Zusammenleben usw.)
Analysiert werden die Projektideen der Menschen vor Ort. Welche Probleme und welche Themen sehen die Menschen, und was kann ihrer Meinung nach zu einer Verbesserung der Situation beitragen? Erste Erkenntnisse und Hypothesen werden mit Einzelinterviews vertieft und überprüft und in zwei internationalen Konferenzen mit Ansätzen zur nachhaltigen Entwicklung aus anderen Teilen der Welt weiter entwickelt und gesichert.
130Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Zentrale Servicestelle für Flexibles Lernen (ZFL), Abteilung für Forschungsförderung (AFF), Büro für Internationale Beziehungen

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  • Forschung
  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Die REPORTS sind eine Maßnahme der Universität Salzburg im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und interne Kommunikation und dienen der zeitgemäßen Kommunikation von erbrachten universitären Leistungen in magazinähnlicher Form. Seit 2006 fördert die Universität Salzburg die Dissemination ihrer Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Lehre und Curricula, sowie in Kürze auch im Bereich Internationale Beziehungen in Form von REPORTS, die sich zum einen an die Öffentlichkeit richten und Ausschnitte des Spektrums an erbrachten Leistungen in attraktiver Form darstellen, aber zum anderen auch universitätsintern Leistungen würdigen und den Bekanntheitsgrad der daran beteiligten Abteilungen und Mitarbeiter/innen erhöhen. Die REPORTS dienen also der Information und Bewusstseinsbildung, aber auch der Würdigung und dem Ansporn zu weiteren guten Leistungen durch die Veranschaulichung von gelungener Praxis. Sie verfolgen somit auch das Ziel der Etablierung nachhaltiger Qualität an der Universität.

Unter den REPORTS werden drei Hefte zusammengefasst:
• research report
• teaching report
• international report

Ihren Anfang nahm die REPORTS mit dem research report, der erstmals 2006 erschien. Es folgte 2008 nach dem Vorbild des research report der erste teaching report und zum 50-Jahre-Jubliläum der Universität wird 2012 der erste international report erscheinen.
Die REPORTS werden einmal jährlich in Deutsch und Englisch von der Universität herausgegeben und jedes der drei Hefte umfasst etwa 90 Seiten. Die REPORTS haben einen magazinähnlichen Charakter, ihre Fotos haben künstlerische Qualität, ihre Berichte sind informativ und haben einen lesefreundlichen Umfang.

Ziele der Initiative
• Präsentation von Leistungen an der Universität Salzburg in attraktiver Form
• Information über universitäre Aktivitäten in drei verschiedenen Bereichen (Forschung, Lehre, International)
• Vorbildwirkung durch die Kommunikation von Leistungen und gelungener Praxis

Zielgruppen
• Partner und Förderer der Universität
• Stakeholder
• Absolvent/innen
• Mitarbeiter/innen
• Studierende/ Studieninteressierte
132Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Zentrum für Ethik und Armutsforschung

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  • Studentische Initiativen
  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Kultur und Armutsbekämpfung. Von der sozialen Ausgrenzung zum interkulturellen Dritten Raum.
Der Weg von der sozialen Ausgrenzung hin zum interkulturellen Dritten Raum führt über das Phänomen des Entdeckens von Handlungsspielräumen. Partizipation wird dabei nicht nur als Weg aus der sozialen Ausgrenzung verstanden, sondern auch als Möglichkeit einen kreativen Umgang mit Krisen zu finden. So werden u.a. Arbeitslose, Häftlinge, Immigranten, Flüchtlinge und Behinderte ermutigt, ihre Handlungsspielräume und Handlungsfähigkeiten auszuloten. Gelingt ihnen im Zuge kreativer Tätigkeit ein Perspektivenwechsel innerhalb der Krisensituation, so können sie daraus Kraft schöpfen - günstigenfalls auch dafür, anderen zu helfen und gesellschaftliche Veränderung zu bewirken.
Das Zentrum für Ethik und Armutsforschung bemüht sich in der wissenschaftlichen Begleitung solcher Projekte vorrangig darum, konzeptionelle Grundlagen zu erarbeiten und begrifflich weiterzuentwickeln. Wir sprechen dabei von einem Zugang, der research-based arts und arts-based research ins Feld von Armutsforschung und Armutsbekämpfung zu übertragen sucht. Anknüpfend an partizipative Armutsforschung sowie die Resilienzforschung verstehen wir Resilienz als ein Bündel von Fähigkeiten, welche die Bewältigung von Krisen ermöglichen. Zu diesen Fähigkeiten zählen unter anderen Kreativität und Humor. Weitere Inspiration bezieht der Ansatz von der Art Brut, wenngleich nicht Kunsttherapie an sich Ausgangspunkt ist, sondern – als Begleitforschung – die Orientierung an bereits bestehenden partizipativen Kunstprojekten mit sozial ausgegrenzten Menschen. In der Begriffs- und konzeptionellen Arbeit beziehen wir uns auch auf von Mitarbeiter/innen des ifz erarbeitete Forschungsergebnisse. Und auch eigene Erfahrungen – zum Beispiel im Rahmen des von unicum:mensch getragenen Projekts „Hunger auf Kunst und Kultur“ im Bundesland Tirol oder des Forum-Theaters „Kein Kies zum Kurven Kratzen“ – haben gezeigt, dass die Partizipation an Kunst und Kultur für Arme nicht nur ein Weg aus der sozialen Ausgrenzung ist, sondern transformative Kraft geben kann.
Das Projekt startete im Frühjahr 2011 und ist für die Dauer eines Jahres angelegt. Die ersten Ideen für dieses Projekt entstanden bereits 2007 auf Grundlage der Ergebnisse partizipativer Armutsforschung und entwickelten sich ab 2008 durch den Dialog mit Mitarbeitern der Staatlichen Pädagogischen Universität Melitopol (МГПУ) in der Ukraine und am 2009 durch die Vernetzung mit Schauspielern der Theatertruppe „ecce“. Koordiniert wird das Projekt von Nadja Lobner unter der Anleitung von Otto Neumaier. Der Musiker Düzgün Celebi ist künstlerischer Leiter des Projekts. Wir werden bei der Arbeit durch den Dokumentarfilmer Norbert Prettenthaler begleitet. Intensiv einbezogen werden Künstlernetzwerke und im Kulturbetrieb Tätige im realen und im virtuellen Raum, die die Freiheit haben, die Idee aufzugreifen und mit uns vernetzt zusammenzuarbeiten.
136Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Büro des Rektorats Qualitätsmanagement

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  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
An der Universität Salzburg wurden seit 2004 vielzählige Maßnahmen der Qualitätsentwicklung, zunächst vor allem im Bereich der Lehre, aber zunehmend auch im Bereich der Forschung, der Internationalisierung und der Verwaltung, gesetzt. Mit Beginn des Studienjahres 2010/11 wurde vom Rektorat die Zusammenführung der bisherigen Einzelmaßnahmen zu einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem beschlossen. Ziel ist es, alle wesentlichen Leistungsbereiche abzudecken und die Universität und ihre Mitglieder insgesamt für Qualitätsthemen zu sensibilisieren.

In diesem Sinne wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren daran gearbeitet, die bisherigen Maßnahmen der Qualitätsentwicklung durch strukturell verankerte Qualitätssicherung zu vervollständigen. Dabei kommt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit zum Tragen:
* Eine nachhaltige Verankerung von Qualitätskultur erfolgt unter anderem durch die Einbeziehung aller Interessensgruppen der Universität in Arbeitsgruppen für Qualitätsentwicklung, die für die Leistungsbereiche Lehre, Forschung, Internationalisierung & Mobilitätsförderung sowie für Personal & Verwaltung eingerichtet wurden, sowie in den Qualitätsmanagement-Beirat, der die Umsetzung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems in seiner Gesamtheit begleitet.
* Für alle wesentlichen Aufgabenbereiche der Universität sollen Ziele definiert, entsprechende Umsetzungsmaßnahmen geplant und realisiert, ebenso Evaluationsmaßnahmen geplant und umgesetzt sowie darauf aufbauend Anpassungsmaßnahmen bzw. neue Planungen vorgenommen werden. Dies trägt dazu bei, das bisher Erreichte zu sichern und darauf aufzubauen; zukünftige Anstrengungen sollen auf vereinbarte Ziele ausgerichtet sein.
* Prozess-Handbücher sollen komplexe Prozesse für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar machen und dabei die Einhaltung von Qualitätsstandards gewährleisten. Sie sollen dazu beitragen, Unsicherheit zu vermeiden und also Verwaltungsaufgaben möglichst effizient abzuwickeln.
137Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - China-Zentrum

zu den Details
  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
  • Verwaltung und Management


„China Know-How Summer School“ und Chinese-Austrian-EU Summer School“ am China-Zentrum der Universität Salzburg


China Know-How Summer School

Seit 1999 werden alljährlich im August/September wissenschaftliche Sommerschulkurse vom China-Zentrum in China für Studierende österreichischer Universitäten und Fachhochschulen durchgeführt. Die Sommerschule „Modern China Studies for Scientists and Economists“ findet an der Peking University und an der Fudan University, Shanghai, statt und setzt sich aus mehreren Unterrichtsmodulen in englischer Sprache mit Themen aus Wirtschaft, Politik, Rechtssystem und Cross-Cultural-Management im China von heute auseinander.

Im Jahr 2011 haben 77 Studenten an den Sommerschulen teilgenommen – davon 21 Studenten der Universität Salzburg. Bisher haben ca. 1000 österreichische Studierende an den Programmen teilgenommen.


Chinese-Austrian-EU Summerschool

Seit dem Jahr 2003 wurden auf Wunsch der Chinesischen Universitäten auch „Chinese-Austrian-EU Summerschools“ für chinesische Studierende durchgeführt.

Chinese-Austrian-EU Summer School ermöglicht den chinesischen Studierenden, einen Einblick in das heutige Europa im Allgemeinen und in Österreich im Speziellen zu bekommen. Es werden Lehrveranstaltungen der Universität Salzburg, der Universität Mozarteum und der Wirtschaftsuniversität Wien organisiert sowie in Brüssel - mit Unterstützung der Ständigen Vertretung Österreichs in Brüssel - Vorlesungen zum EU Parlament, dem EU Rat und der EU Kommission veranstaltet.
Lehrende der Universität Salzburg halten Vorlesungen in den Bereichen Politik- und Rechtswissenschaften, Geschichte, Kunstgeschichte, Religionswissenschaften und Deutsche Literatur ab. Die Wirtschaftsuniversität Wien trägt mit Vorlesungen zu den Themen Interkulturelles Management und Österreichische Wirtschaft zum Lehrprogramm bei.

Im Jahr 2011 haben rund 200 chinesische Studierende von 20 verschiedenen Universitäten an der Sommerschule teilgenommen.
140Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, Fachbereich Geschichte

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  • Forschung
  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung

„Sustainability“ ist ein gesellschaftspolitisches Leitbild, dessen Umsetzung auch die Integration der entsprechenden Inhalte auf der Bildungsebene voraussetzt. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt ursprünglich aus der europäischen Forstwirtschaft der frühen Neuzeit, aber die Frage, was als nachhaltig gelten kann, erstreckt sich heute auf den gesamten Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt und insbesondere mit den naturalen Ressourcen. Die Frage, was nachhaltig ist, ist daher nicht ohne die historische Perspektive zu beantworten. Gerade die Diskussion um die Nachhaltigkeit bietet z.B. die Chance, die Ressourcennutzung in der Vergangenheit in den Blick zu nehmen und unseren gegenwärtigen Standort zu bestimmen.
Im Zuge dieser Bemühungen hat sich zunächst eher am Rande der Geschichtswissenschaft die „Umweltgeschichte“ entwickelt, die sich mit der Interaktion zwischen Mensch und Natur in der Geschichte beschäftigt. Umweltgeschichte ist daher ein zentraler Bestandteil der Umweltbildung, der jedoch an den österreichischen Universitäten in geschichtswissenschaftlichen Studiengängen bisher nicht verankert ist.
Nach der Erweiterung der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte um die Umweltgeschichte, ist dieses Fach nun auch in der universitären Lehre implementiert worden, und wir konnten die Umweltgeschichte in den Studienplänen (Master, Bakk und Lehramt) positionieren.
Zur Implementierung haben wir verschiedene Lehr- bzw. Lernmittel entwickelt: Die „Umweltgeschichte der Frühen Neuzeit“ (München 2011) in der Reihe „Enzyklopädie Deutscher Geschichte“ ist als Arbeitsinstrument bes. für Studierende und Lehrer/innen konzipiert. Auch die Schlüssel- und Dachartikel („Umwelt“, „Nachhaltigkeit“, „Ressourcenverwendung“) in der 16-bändigen „Enzyklopädie der Neuzeit“ zielen – ebenso wie die Beteiligung an der Lehrer/innenfortbildung – auf die Verankerung der Umweltbildung in der Lehre. Gerade die Verbindung mit der Wirtschafts- und Sozialgeschichte eröffnet (z.B. durch Qualifikationsarbeiten) ein entwicklungsfähiges Feld, das durch zahlreiche Kooperationen – wie z.B. mit dem Rachel Carson Center – gestützt wird, und das wesentlich zur Standortbestimmung und zum Diskurs über „Nachhaltigkeit“ beitragen kann.
144Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Botanischer Garten der Universität Salzburg

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  • Regionale Kooperation
Küchenkräuterprojekt an der Universität Salzburg, eine Kooperation zwischen dem botanischen Garten der Universität und der Mensa
Das Küchenkräuterprojekt zwischen der Mensa (Österreichische Mensen Betriebsgesellschaft mbH, ÖMBG) an der Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) und dem botanischem Garten der PLUS war das erste erfolgreiche Projekt im Rahmen der neuen, 2011 ins Leben gerufenen, PLUS Green Campus Nachhaltigkeitsinitiative an der Universität Salzburg. Die Idee zu dieser Kooperation stammt von Jörg Tiefenbacher dem Gebietsleiter der ÖMBG in Salzburg. Zusammen mit der Leiterin des botanischen Garten der PLUS Frau Elisabeth Egger wurde ein, an einer österreichischen Universität einzigartiges Vorhaben verwirklicht. Der botanische Garten baute Küchenkräuter für die Mensa wie z.B. Rosmarin, Petersilie oder Schnittlauch an. Täglich in der Früh wurden die Kräuter durch die Köche der Mensa geerntet und tagesfrisch in Aufstrichen und Speisen verarbeitet. Dieses Projekt verwirklicht nachhaltiges Leben und Wirtschaften in bester Weise. Alle drei Säulen eines modernen nachhaltigen Handelns nämlich Umwelt, Mensch und Wirtschaft profitieren in diesem Modellprojekt. Die Umwelt gewinnt durch Regionalität, wie sie besser nicht praktiziert werden kann, es werden jegliche Transportwege per Auto vermieden. Zudem wurden die Kräuter nach biologischen Kriterien und somit umweltfreundlich gezogen. Die Gäste der Mensa konnten sich an frischen Aromen sowie regional gezogenen Kräutern erfreuen und alle beteiligten Partner profitieren auch wirtschaftlich von diesem Projekt. Dieses Projekt sollte aber gleichzeitig auch dazu animieren das eine oder andere Küchenkraut selber auf der Fensterbank, Balkon oder im Garten anzubauen. Diese Anregung wurde in Informationskampagnen via ORF und Homepage vermittelt. Die Tatsache, dass einige der verwendeten Kräuter wie zum Beispiel Schnittlauch oder Liebstöckel winterhart sind verringert in der nächsten Saison den Arbeitsaufwand neue Pflanzen aus Samen heranzuziehen. Im Sommer 2012 wird das Projekt wiederholt.
149Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Zentrum für Geoinformatik (Z_GIS)

zu den Details
  • Forschung
  • Internationale Kooperation
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
“Tackling climate change” - ein Projekt zur integrierten Auswertung historischer Klimatrends in der Sahelzone und Westafrika und deren Folgen für die Ernährungssicherheit und regionale Stabilität

Mehr als 20 Jahre nach der Gründung des Zwischenstaatlichen Ausschuss über Klimaveränderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) im Jahre 1988 bestehen mittlerweile keine ernst zu nehmenden Zweifel daran, dass das globale Klima durch menschliche Aktivitäten stärker verändert wird als bisher angenommen. Neue Untersuchungen haben bestätigt, dass insbesondere die Länder der Sahelzone aufgrund multipler Stressfaktoren und niedriger Anpassungskapazität zu einer der verwundbarsten Regionen der Erde gegenüber den prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels zählen. Nur eine gezielte Anpassung an die direkten sowie indirekten Auswirkungen des Klimawandels kann verhindern, dass der Klimawandel die Ziele nachhaltiger Entwicklung und das Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele in dieser Region gefährdet.

Vor diesem Hintergrund wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Kooperation mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM), dem UN-Koordinationsbüro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA), der Universität der Vereinten Nationen (UNU) und dem Salzburger Zentrum für Geoinformatik (Z_GIS, Universität Salzburg) eine Studie zu sich verändernden Klimatrends und deren Folgen für die Ernährungssicherheit sowie die regionale Stabilität inklusive Migrations- und Konfliktdynamiken in der Sahelzone und Westafrika durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Dezember 2011 auf dem Weltklimagipfel in Durban, Südafrika präsentiert.

Projektziele:
+ Analyse vergangener Klimatrends der letzten 40 Jahre in der Sahelzone und Westafrika
+ Identifikation und Auswertung von „Klima-Hotspots“, welche durch besonders starke Veränderungen der untersuchten Klimaparameter gekennzeichnet sind
+ Untersuchung der Auswirkungen regionaler Klimaveränderung auf die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen sowie Migrations- und Konfliktdynamiken in der Region
+ Kartographische Aufbereitung der Ergebnisse um politische Entscheidungsträger und internationale Akteure in den Bereichen Friedenskonsolidierung und Klimawandelanpassung sowie derzeit laufende Klimaschutzverhandlungen durch die Bereitstellung von zielgerichteter Information zu unterstützen
153Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Nachhaltigkeitskoordinator der Universität Salzburg

zu den Details
  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
Das Nachhaltigkeitsmanagementprogramm der PLUS (Paris Lodron Universität Salzburg) „PLUS Green Campus“ wurde 2011 gestartet, da sich die Universität ihrer Verantwortung im Nachhaltigkeitsbereich bewusst ist. Die Universität will damit ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und jungen Menschen einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen nahebringen. Daneben ist die Universität als Verbraucherin großer Mengen an Ressourcen angestrengt diese sparsam einzusetzen. Es ist Ziel dieses Programmes in 4 Jahren die EMAS Zertifizierung zu erlangen.

Um Aktivitäten im Nachhaltigkeitsbereich kennzuzeichnen wurde die Marke „PLUS Green Campus“ geschaffen, wobei das PLUS für die Abkürzung des Namens der Universität steht aber auch sagen will, dass dieses Programm mehr anstrebt als nur gesetzliche Rahmenbedingungen zu erfüllen. Zugleich wurde ein Logo entwickelt (Bild), das alle Aktivitäten auch visuell unterstützt.

Zunächst wurden für PLUS Green Campus zunächst die entsprechenden organisatorischen Strukturen geschaffen. Weiters wurde für die Naturwissenschaftliche Fakultät eine Ist-analyse im Bereich Energie und Abfall durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen mithelfen die Umweltleistungen in Zukunft zu verbessern. Aber auch Ideen aus dem Kreis der MitarbeiterInnen der Universität wurden umgesetzt, wie z.B. die „LICHT AUS“ Kampagne die auf Herrn Roland Widhalm zurückgeht oder das Handyrecycling zu Gunsten des Jane Goodall Instituts, das auf Initiative von Frau Mag. Beatrix Kendler gestartet wurde.

Die Universität Salzburg befasst sich im Rahmen des Mobilitätsmanagements aber auch mit der Mobilität von Studierenden und Bediensteten. Ziel ist eine verbesserte Mobilität im Alltag. Unterstützt wird das Projekt von klima:aktiv mobil. So werden zum Beispiel vermehrt Radabstellplätze an den Unistandorten zur Verfügung gestellt oder vergünstigte Radhelme angeboten, sowie Elektroräder angeschafft.

PLUS Green Campus versteht sich nicht als singuläre Maßnahme, sondern als langfristiges Projekt in dessen Mittelpunkt Mensch und Umwelt stehen und das die Universität Salzburg zu einem grünen und nachhaltigen Arbeitsplatz für ihre 20.000 Angehörige machen will.
154Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - PLUS Green Campus Nachhaltigkeitsinitiative Zentrum für Geoinformatik – Z_GIS, Universität Salzburg

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  • Regionale Kooperation
  • Verwaltung und Management
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Green Meetings –nachhaltig tagen an der Universität Salzburg

Die Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen jeglicher Art gehören zum Alltagsbild der Universität Salzburg. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der PLUS Green Campus Nachhaltigkeitsinitiative der Universität Salzburg ein Green Meeting Leitfaden erstellt. Ziel dieses Leitfadens ist es den MitarbeiterInnen der Universität eine Hilfestellung anzubieten, um Veranstaltungen an der Universität Salzburg nach umweltbewussten und ressourcenschonenden Kriterien auszurichten. Der Green Meeting Katalog der Universität Salzburg orientiert sich an der Umweltzeichenrichtlinie 62 – dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Meetings und dient als Leitfaden für lokal umsetzbare Maßnahmen im Sinne eines Green Meetings.

Es existieren unterschiedliche Ansätze eine Veranstaltung nach grünen Kriterien auszurichten. Eine wichtige und entscheidende Rolle bei der Ausrichtung eines Green Meeting ist idealerweise mehrere Bausteine eines Events zu adressieren und nicht nur einen ausgewählten Bereich. Das Spektrum der zu berücksichtigenden Handlungsfelder reicht von der Mobilität, über den Verbrauch von Energie, Material etc. bis hin zu Überlegungen für eine Minimierung des Abfallaufkommens.

Im Jänner 2012 wurde der Green Meeting Leitfaden offiziell vorgestellt und erste Veranstaltungen nach dessen Kriterien organisiert. Weiters hat die Universität Salzburg zwei Koordinatoren für Green Meetings bestellt, die einerseits den Leitfaden weiterentwickeln, weitere lokale und regionale Event-Partner ansprechen daneben als Ansprechpartner für Green Meetings tätig sind.

Projektziele:
+ Entwicklung des „Green Meeting Katalog“ für die Universität Salzburg
+ Ganzheitliches „Green Meeting“ Konzept über alle Teilbereiche eines Events an der Universität Salzburg
+ Angehörige der Universität Salzburg für die Möglichkeit der Ausrichtung eines Green Meetings zu sensibilisieren
+ Beratungs- und Informationsangebot durch die Green Meeting Beauftragten für Angehörige der Universität Salzburg
+ Bereitstellung von Informationen und Kontaktadressen zu Betrieben, bei denen regionale Wertschöpfung und soziale Verantwortung im Vordergrund stehen
158Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - ÖH Salzburg

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  • Studentische Initiativen
„Die Universität übernimmt eine VorreiterInnenrolle in Bezug auf eine zukunftsfähige Lebens- und Wirtschaftsweise in Salzburg“, so lautet die Vision der ÖH. Als Stätten der Wissensproduktion und Bildung kommt den Universitäten eine gewichtige Rolle bei der Lösung der globalen Herausforderungen zu und trägt dabei eine gesellschaftliche Vorbildfunktion als Forschungs- und Bildungsinstitution für die Vermittlung nachhaltiger Werte. Wir wollen mit unserer Uni in Salzburg mit gutem Beispiel vorangehen – auf einen zukunftsfähigen Weg! Mit dem Projekt GREEN CAMPUS setzen wir als ÖH den Impuls für ein Umdenken: Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre, Nachhaltigkeit beim eigenen Wirtschaften und Ressourcenumgang und Nachhaltigkeit in der eigenen Lebensweise!

Wesentlich für den Erfolg der Initiative PLUS Green Campus bzw. ÖH Green Campus ist die Einbeziehung und Beteiligung aller Universitätsangehörigen und Studierenden.

Unsere Ziele:
1. Uni wird zum Role-Model
Zukunftsfähige Wirtschaftsweise der Uni durch bewussten Ressourcenumgang, Energiesparmaßnahmen, ethischen Einkauf, und mehr.
2. Nachhaltige Inhalte!
Nachhaltigkeitsthemen werden in Lehre und Forschung aller Fachbereiche forciert.
3. Nachhaltiger Ein- und Durchblick!
Informierung der Studierenden und Belegschaft über mögliche Wege zur zukunftsfähigen Lebensweise.
170Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Zentrum für Geoinformatik, Z_GIS

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  • Forschung
  • Internationale Kooperation
MS.MONINA – nachhaltiges Biodiversitätsmonitoring für Europa

MS.MONINA ist Teil des GMES (Global Monitoring for Environment and Security) Programms, einer Gemeinschaftsinitative zwischen der EU und der europäischen Raumfahrtagentur, die es zum Ziel hat, präzise, aktuelle und gut zugängliche Informationen für ein besseres Umweltmanagement bereitzustellen. Ziel des Projektes ist es, mit Verfahren der Erdbeobachtung sensible und für die Europäische Union wertvolle Naturräume effizient und europaweit einheitlich zu überwachen. Darüber hinaus werden mit diesen Methoden auch Flächen außerhalb geschützter Naturräume beobachtet, um dadurch insgesamt den Erhalt der Biodiversität zu unterstützen. Europaweit wird das Projekt operative Instrumente zur Bewertung und Beobachtung der Artenvielfalt liefern, um das Schutzgebietsnetzwerk der EU (Natura 2000) nachhaltig zu sichern. Damit wird auch „2020 Biodiversitätsstrategie“ der EU unterstützt, die den Verlust an biologischer Vielfalt und die Verschlechterung der Ökosystemleistungen bis zum Jahr 2020 zum Stillstand bringen soll.

Anhand von zahlreichen Pilotanwendungen wird demonstriert, wie mithilfe von Satellitendaten maßgeschneiderte Dienste für das Monitoring von Schutzgebieten bereitgestellt werden können. Ziel ist es, den Nutzern auf verschiedenen Ebenen validierte Produkte zur Entscheidungsunterstützung bereitzustellen. Auf lokaler Ebene können beispielsweise Informationen über die Verbreitung und den Zustand wertvoller Habitate geliefert werden, die anhand von konventioneller Feldkartierung nicht bzw. nur mit erheblichen Kosten in regelmäßigen Abständen geliefert werden können. Das leistet auch einen Beitrag zum Aufbau eines gemeinsamen Umweltinformationssystems auf europäischer Ebene, in dem umweltbezogene Informationen effektiv organisiert sind. In die Entwicklung von Methoden und die langfristige Bereitstellung von Informationsdiensten werden auch kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) eingebunden und damit die Wirtschaft gestärkt.
189Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Zentrum für Gastrosophie

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  • Regionale Kooperation
  • Internationale Kooperation
"Alpen-Kulinarik" - so schmeckt die Region ...
Der Aufbau eines grenzüberschreitenden wissenschaftlich-wirtschaftlichen Kompetenznetzwerks in den Themen Kulinarik, Esskultur und Gastronomie fördert maßgeblich eine nachhaltige Entwicklung in der Projektregion Salzburg-Oberbayern. Anfang 2009 wurde mit der Gründung des interdisziplinären Zentrums für Gastrosophie an der Universität Salzburg eine ideale Basis für den Wissenstransfer in allen ernährungsbezogenen Fragen im Salzburg-Bayerischen Raum geschaffen. Der grenzüberschreitende Aspekt der Alpen-Kulinarik leitet sich daraus ab, dass die Region geographisch und kulturell ähnlich geprägt ist, jedoch in Bezug auf Küche, Ernährung und Kulinarik eine unterschiedliche Entwicklung genommen hat.

Mit dem Projekt Alpen-Kulinarik verankert die Universität Salzburg gemeinsam mit den Gastronomen, Erzeugern, Händlern und Verarbeitern regionaler Lebensmittel in den Projektregionen die kulinarischen Besonderheiten und die authentische regionale Küche, wertet diese aber auch durch neue Ideen und Wissenstransfer aus der Forschung auf. Bestehende B2B-Netzwerke werden gestärkt und die Betriebe profitieren von den grenzüberschreitend verfügbaren Kompetenzen in Form von verschiedensten, auf ihre Bedürfnisse abgestimmten praktischen und theoretischen Workshops. Einmal jährlich kommt es bei einem großen Jahresevent zum grenzüberschreitenden Austausch, verbunden mit weiteren Fortbildungsangeboten, die gerade für kleinere Betriebe ansonsten kaum leistbar wären.

In Zusammenarbeit mit den Partner-Teilregionen wurde bereits eine regionale Potenzialanalyse erstellt sowie eine intensive Informations- und Vernetzungsarbeit der Themen durchgeführt. Es folgt die Zusammenführung der Ergebnisse zu innovativen Konzepten in der Projektregion und Umsetzung in Pilotregionen.

Ein grenzüberschreitender Kulinarik- und Kulturführer ist in Ausarbeitung. Hier profitieren die Salzburger Projektpartner von der Zusammenarbeit mit der Redaktion von „Via Culinaria“, deren Herausgeber Salzburger Land Tourismus GmbH auch ein großzügiger öffentlicher Kofinanzierer des Projekts Alpen-Kulinarik ist.
192Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Center for Advanced Studies and Research in Information and Communication Technologies (ICT&S) Human-Computer Interaction und Usability Unit

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  • Forschung
Das PEEM (Persuasive End-user Energy Management) Projekt ist eine Kooperation von CURE, dem ICT&S Center der Universität Salzburg und der SalzburgAG. Dieses FFG geförderte Projekt (Energiesysteme, Netze, Verbraucher) hat im Juli 2010 begonnen und hat eine Laufzeit von 2 Jahren.
Studien in privaten Haushalten haben aufgezeigt, dass detailliertes Feedback zum Energieverbrauch wesentlich zur Erreichung lang anhaltender Effekte beim Energiesparen beitragen können. Allerdings bieten existierende Lösungen wie jährliche Rechnungen oder konventionelle Home-Energy-Displays das Feedback nicht zum richtigen oder passenden Zeitpunkt an. Somit ist Feedback schwierig zu verstehen und verlangt damit von den VerbraucherInnen einen mentalen Prozess ab, die Information in adäquate Schritte umzuwandeln. Aktuelle Mechanismen haben oft Nachteile in Bezug auf die lang anhaltende Effektivität, da anfängliche Begeisterung abschwächt sobald der Novitätsfaktor vorüber ist.
Das generelle Ziel des Projektes PEEM ist Energie-VerbraucherInnen im Haushalt mit persuasiven Technologien auszustatten, welche sie dabei beeinflussen sollten ihr Verhalten und ihre Einstellungen in Richtung nachhaltiger Energieverbrauch zu ändern. Konkret sollen im Projekt drei Hauptziele erreicht werden:
- Ziel 1: Entwicklung und Umsetzung von persuasiven Strategien um Energie-effizientes Verhalten von VerbraucherInnen zu beeinflussen. Neben der Möglichkeit zur Selbstbeobachtung (Strategie: Self-Monitoring) soll es in PEEM auch Handlungsanweisungen für die NutzerInnen in Echtzeit geben um ihren Energiehaus. Es soll untersucht werden, ob er Einsatz dieser Strategien in eine langfristige Einstellungs- und Verhaltensänderung der Nutzer resultiert.
- Ziel 2: Die Entwicklung eines Displays welches Nutzer motivieren und beeinflussen soll sich nachhaltiger zu verhalten. Die eingesetzten Feedbackmethoden sollen so gewählt werden, dass die Akzeptanz der NutzerInnen dem System gegenüber möglichst hoch ist. Die Displays sollen Nutzer über Aspekte ihres Energieverbrauchs informieren.
- Ziel 3: Entwicklung von neuen persuasiven Methoden um kurzfristige und langfristige Verhaltensänderungen von Nutzern zu erreichen.
195Universität Salzburg (Paris-Lodron-Universität Salzburg) - Zentrum für Gastrosophie

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  • Lehre und Curricula
Der Universitätslehrgang Gastrosophische Wissenschaften ist ein postgraduales Studium, das in dieser Form in ganz Europa nur in Salzburg angeboten wird. Ganzheitliche Kenntnisse in Ernährungsfragen werden vermittelt, wobei Aspekte der Nachhaltigkeit wesentlich sind. Der Lehrgang wurde in Zusammenarbeit mit besonders zukunftsorientierten, qualitätsbewussten Firmen aus der Lebensmittelbranche geschaffen. Ziel ist, Fachleuten der verschiedensten Sparten wissenschaftlich fundierte neue Inspirationen für ihre Arbeit in der nachhaltigen Produktentwicklung, im Marketing und in weiteren Geschäftsbereichen zu liefern.

Das Curriculum umfasst die wissenschaftliche Beschäftigung mit allen Aspekten von Lebensmitteln – von Anbau, Verarbeitung und Verzehr bis zu mentalen Prägungen, Gesundheitsaspekten, Rechtlichem, Marketing, Ästhetik, Ethik, Geschichte, Lebensmitteltechnik, Sensorik u.a.m. Praktische Übungen und Exkursionen ergänzen die theoretische Arbeit. Zum Studienende wird eine Masterthesis öffentlich präsentiert.

Die Studierenden bringen bereits Wissen aus einem abgeschlossenen Studium und Erfahrungen aus ernährungsbezogenen Tätigkeiten mit. Im Universitätslehrgang geht es um einen weiten Horizont, von individuellen Aspekten bis zu gesellschaftlichen, von Aspekten regionaler Wirtschaftskreisläufe bis zur Globalisierung, von historischen Gesichtspunkten bis zu Zukunftstrends. Genau diese Breite des Wissens und der Reflexion wird von den Lehrgangsteilnehmer/-innen als einmalige Lernchance geschätzt.

Die Lehrgangsleitung wählt die Lehrenden mit Sorgfalt aus. So bekommen die Lehrgangsteilnehmer/-innen die Chance, je nach speziellen Interessen weit tragende Netzwerke zu knüpfen, die auch den Start in die berufliche Anwendung nach dem Studium erleichtern.

Das Studium wird berufsbegleitend an der Universität Salzburg angeboten. Pro Jahrgang werden maximal 25 Studierende aufgenommen. Im Juni 2012 werden die ersten „Master in Gastrosophy“ spondiert.

Seit der ersten Lehrgangsausschreibung zeigt die beständig steigende Nachfrage nach Studienplätzen, dass mit dem Universitätslehrgang Gastrosophische Wissenschaften ein wichtiger Bildungsauftrag auf innovative Weise erfüllt wird.
116Universität Wien - Dienstleistungseinrichtung Studien- und Lehrwesen Referat Student Point Beirat "Barrierefrei studieren"

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  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Pamela ist schwerhörig, Nori sitzt im Rollstuhl, Teresa hat eine starke Sehbeeinträchtigung und Marilies eine psychische Beeinträchtigung. Alle Vier studieren an der Universität Wien und alle Vier sprechen in einem kurzen Informationsvideo offen und selbstbewusst über ihre Erfahrungen im Studienalltag. Sie erzählen, wie sie sich zurecht finden und wo sie sich Unterstützung holen.
Seit September 2011 ist das Video "Barrierefrei studieren an der Universität Wien" sowohl auf einer Webseite für Studierende als auch einer Webseite für Lehrende zugänglich, es wird darüber hinaus allen StudienbeginnerInnen an der Universität Wien in Lehrveranstaltungen gezeigt.
Für die inhaltliche Gestaltung zeigt sich der Beirat „Barrierefrei studieren“ verantwortlich, ein Gremium der Universität Wien, in dem Studierende mit Behinderung Maßnahmen für Studierende mit Behinderung evaluieren und umsetzen. Der Beirat hat über ein halbes Jahr lang am Drehbuch gearbeitet. Klar war, dass Studierende mit Behinderung als heterogene Gruppe, abseits von Klischees, selbst zur Sprache kommen sollen. So war es ein zentrales Anliegen, dass auch unsichtbare Beeinträchtigungsformen - wie z.B. psychische Beeinträchtigungen - im Infoclip repräsentiert sind.
Bisherige Feedbacks zeigen, dass die Ziele des österreichweit einzigartigen Projekts erreicht werden konnten: Nicht nur werden Studierende mit Behinderung ermutigt, sich zu outen und Unterstützung zu holen, StudienanfängerInnen und Lehrende werden auch für die Anliegen barrierefreien Studierens sensibilisert.
Der Clip wurde für seh- und hörbeeinträchtigte Personen barrierefrei gestaltet. Finanziert werden konnte das Projekt mit der freundlichen Unterstützung von SponsorInnen der Privatwirtschaft.
119Universität Wien - Dienstleistungseinrichtung Studien- und Lehrwesen Referat Student Point - Behindertenbeauftragte

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  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Der Beirat „Barrierefrei studieren“ initiiert und evaluiert Maßnahmen für Studierende mit Behinderung an der Universität Wien. Es handelt sich um ein partizipatives Gremium, bei dem Studierende mit Behinderung selbst die Stimm-Mehrheit haben. Die Idee ist, dass Studierende als ExpertInnen ihrer eigenen Anliegen zielgruppengerechte Maßnahmen umsetzen.
Mitglieder im Gremium sind studentische Mitglieder mit unterschiedlichen Formen der Beeinträchtigung aus unterschiedlichen Studienrichtungen, MitarbeiterInnen der Universität Wien und der/die ReferentIn der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Wien für Studierende mit Behinderung. Die Leitung des Beirats obliegt der Vizerektorin für Studierende und Lehre.
Der Beirat kommt seit seiner ersten Sitzung im März 2010 ca. 3 Mal pro Semester zusammen. Es gibt einen eigenen Koordinator für den Beirat (ebenfalls ein Student mit Behinderung), der für die Organisation zuständig ist. Zu den bisher initiierten Projekten gehören eine Webseite für Lehrende zur barrierefreien Gestaltung von Lehrveranstaltungen, ein Folder, der an alle Lehrenden versandt wurde zu eben diesem Thema und ein Infovideo für StudienbeginnerInnen mit dem Titel „Barrierefrei studieren an der Universität Wien“.
184Universität Wien - Kinderbüro Universiät Wien

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  • Internationale Kooperation
Um nicht nur österreichweit sondern auch international den Austausch auf Ebene der Organisationen aber auch zwischen Kindern/Jugendlichen anzuregen und Bildungssysteme nachhaltig zu beeinflussen und zu verändern, hat das Kinderbüro der Universität Wien 2008 das Netzwerk EUCU.NET ins Leben gerufen. Der Austausch zwischen verschiedenen Organisationen zum Thema Qualität und Qualitätssicherung wurde forciert. Neben diesem Projekt, dessen Fortbestehen seit 2011 als membership organisation gesichert ist, erlaubt das Projekt SiS-Catalyst eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Children as Change Agents“. Grundgedanke des SiS-Catalyst Projekts ist, Kinder und Jugendliche als ExpertInnen wahrzunehmen. Ihre Sicht soll Universitäten befähigen, Strukturen neu zu gestalten und sich an den Bedürfnissen einer künftigen Zielgruppe zu orientieren. PartnerInnen aus Europa, jedoch auch außerhalb setzen sich im Zuge von mehreren Workpackages etwa mit ethischen Überlegungen, Benchmarking, Öffentlichkeitsarbeit aber eben auch damit auseinander, Keyplayer zusammenzubringen und einen Dialog zu starten, der neue Möglichkeiten eröffnet, Veränderung und Entwicklung zu denken.
Aus diesen Überlegungen ergeben sich folgende Projektziele:
- Vernetzung von Universitäten und universitäre Einrichtungen, die sich mit Kinderuni Projekten auseinandersetzen
- Mutual learning auf internationaler Ebene
- Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen als ExpertInnen
- Universitäre Einrichtung mit der Hilfe und Expertise von Kindern und Jugendlichen verändern
- Neue Bildungsmöglichkeiten für ALLE Kinder und Jugendliche schaffen

Das Kinderbüro arbeitet eng mit internationalen Partnern daran, diese Ziele langfristig umzusetzen und die Lernerfahrungen in den nationalen und regionalen Projekten des Kinderbüros bestmöglich umzusetzen und miteinzubeziehen.
124Wirtschaftsuniversität Wien - Institut für Regional und Umweltwirtschaft (RUW)

zu den Details
  • Forschung
  • Regionale Kooperation
  • Lehre und Curricula
  • Internationale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
• Der Aufbau und Etablierung eines partnerschaftlichen Netzwerks zu Forschung und Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung und BNE in der Region Wien. Dabei soll vor allem die Brücke zwischen Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft im Sinne des Ansatzes „vom Wissen zum Handeln“ gestärkt werden
• Die Förderung und Anregung von „knowledge interactions“ durch neue Projekte im Bereich der formalen, non-formalen und informellen Bildung sowie der angewandten, interdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung
• Die Initiierung von gemeinsamen Projekten zu Forschungs-Bildungskooperation an Schulen und Universitären bei denen SchülerInnen, LehrerInnen und ForscherInnen motiviert werden sollen Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Alltag zu integrieren
• Die Verankerung einer inter- und transdisziplinären „learning community“ für die Unterstützung und die Koordination von Kommunikation und Aktivitäten von regionalen Akteuren, Institutionen sowie Forschungs- und Bildungsinitiativen zur nachhaltigen Entwicklung und BNE
• Die Unterstützung einer nachhaltigen Regionalentwicklung der Wirtschaftregion Wien durch transformative Bildungsinitiativen unter der speziellen Berücksichtigung von MigrantInnen, arbeitslosen Jugendlichen und Firmenneugründungen im Bereich Nachhaltigkeit und Ökoinnovation
• Die Etablierung als langfristiger Struktureller Partner der Stadt Wien für nachhaltige Regionalentwicklung und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
• Die Entwicklung von nachhaltigkeitsorientierten Curricula, Lehrveranstaltungen und didaktischen Weuterbildungsprogrammen (in Richtung BNE) im universitären Sektor
• Die Initierung von internationalen (Zielregion CENTROPE) Kooperationen im Bereich von BNE und Forschungsbildungskooperationen (z.B. die laufende Kooperation zur Entwicklung des RCE Bukovina)
156Wirtschaftsuniversität Wien - Research Institute for Managing Sustainability / Forschungsinstitut für Nachhaltige Entwicklung

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  • Forschung
  • Internationale Kooperation
  • Strukturelle Verankerung
  • Kommunikation und Entscheidungsfindung
Das Research Institute for Managing Sustainability (RIMAS) der WU Wien wurde als unabhängiger Think Tank etabliert um europaweit anerkannte und praxisrelevante Forschung zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility zu initiieren. Vor rund zehn Jahren gegründet konnte das RIMAS schon nach drei Jahren eine vollständige Eigenfinanzierung der Forschungsarbeiten aus Projektmitteln erreichen. Heute beschäftigt das RIMAS zwölf WissenschafterInnen verschiedenster Disziplinen, koordiniert internationale Projekte und berät Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft. Das Themenspektrum reicht von Governance, Innovation und Evaluation bis zu ECSR und nachhaltigem Konsum. Das RIMAS Team war maßgeblich in der Entwicklung der österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie, des österreichischen Waldprogramms und des CSR Leitbild der österreichischen Wirtschaft aktiv. Durch europaweite Studien wird Policy Learning zwischen den Mitgliedsstaaten initiiert und Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft unterstützt. RIMAS arbeitet mit mehr als 60 Partner-Institutionen aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen und hat mehrere Forschungsnetzwerke aufgebaut. Seit fast zehn Jahren ist der Institutsvorstand als Koordinator und Partner von EU-weiten Projekten tätig, hat Forschungsarbeiten für insgesamt sechs EU Generaldirektionen durchgeführt und war für das EU Komitee der Regionen, das Europäische Statistische Amt, das UN Development Programme und eine Vielzahl nationaler Ministerien wissenschaftlich tätig. Die Erfolgsgeschichte des RIMAS zeigt wie Nachhaltigkeit trotz geringer universitärer Budgets in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erfolgreich etabliert werden konnte, wie transdisziplinäre Forschung Karrierewege für NachwuchswissenschaferInnen ermöglicht und wie europaweit herausragende Forschungsnetzwerke im Themenfeld Nachhaltigkeit aufgebaut werden konnten. Die langjährigen Erfolge des RIMAS haben dazu geführt, dass die WU derzeit Nachhaltigkeit als neuer Schwerpunkt etabliert und langfristige universitäre Prozesse auf Nachhaltigkeit hin orientiert werden.